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Haus der kleinen Sportler

Oranienburg Haus der kleinen Sportler

MAZ-Aktion „Fit & Gesund“: Seit sieben Jahren gibt es in Oranienburg die Kita „Falkennest“. Eine sportorientierte Kita, in der schwimmen, joggen, der Saunagang und Übungen im großen Turnraum zum Alltag gehören. Aber auch gesundes Essen aus der eigenen Küche.

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Seit der Eröffnung 2010 ist Kerstin Borchardt Leiterin der sportorientierten Kita.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Ein Torwart gibt am Donnerstagvormittag im Sportraum den Ton an: Die Kinder springen durch Reifen, über Kästen oder auf dem Trampolin. Dazwischen rennen sie immer wieder im Kreis. Und das mit sichtlicher Freude: die Haare fliegen, die Gesichter strahlen. Simon Herold gibt den Takt vor. In der Freizeit steht der 1,90-Hüne bei der 1. Mannschaft des Handballclubs OHC zwischen den Pfosten. In der Woche arbeitet er als Erzieher. Gerade hat er seine Ausbildung dafür mit Spezialisierung auf Sport und Bewegung abgeschlossen. Auf dem Flur der Kita kehren derweil Mädchen und Jungen mit kleinen Rollköfferchen zurück. Dick eingemummelt. Nicht vom Flugplatz, sondern aus dem Schwimmbad der benachbarten Turm-Erlebniscity.

Vor sieben Jahren wurde sie eröffnet, die Oranienburger Sportkita „Falkennest“, und bereits zwei Jahre später erweitert. Heute verbringen 169 Kinder hier den Tag. „Wir sind damit an der Kapazitätsgrenze“, so Kitaleiterin Kerstin Borchardt. „Viele Eltern entscheiden sich bewusst für das besondere Angebot. Hinzu kommt, dass wir lange Öffnungszeiten und keine Schließzeiten im Sommer haben“, so SOG-Geschäftsführer Kay Duberow. Dritter Punkt, der bei den Eltern zieht: Die Küche im Haus. Am Donnerstag gab es bunten Gemüseeintopf.

Für den Sport hat die Kita nicht nur einen separaten Raum und jede Menge Geräte, es geht drei Tage die Woche in den Turm zum Baden. Das heißt nicht, dass alle zu Schulbeginn schon schwimmen können „Die Kinder sollen spielerisch die Scheu vorm Wasser verlieren“, so Kerstin Borchardt. Andere kleine Gruppen gehen joggen oder schwitzen in der Turm-Sauna. Zu erkennen an ihren kleinen Eis-Eimerchen für die Abkühlung. Die Eltern tragen jede Woche ein, woran ihre Kinder teilnehmen sollen. Alles ist freiwillig.

Sind die Kinder dadurch weniger krank als andere? Diese Frage beantwortet die Kitaleiterin eindeutig mit ja. „Sie sind einfach weniger anfällig.“ Und wenn die Schulkinder in der 3. Klasse Schwimmunterricht haben, „sind unsere Kinder auch klar im Vorteil“. Natürlich lernen die Kinder im Falkennest auch basteln, bauen, den Umgang mit Zahlen, aber sie sind überdurchschnittlich in Bewegung. „50 Prozent unser Kinder machen keinen Mittagsschlaf. Heute brauchen viele die Bewegung, um runterzukommen“, weiß Kerstin Borchardt.

Um gesund aufzuwachsen, gehört vor allem gute Ernährung dazu: Mit Kühltasche und Bollerwagen bewaffnet, kaufen die Kinder zweimal in der Woche frische Kräuter und Obst ein. Oder Brotsorten beim Bäcker fürs gemeinsame Frühstück. Gekocht wird in der eigenen Küche. „Was, das entscheidet das Kinderparlament mit“, so Borchardt. Lieblingsgerichte sind Königsberger Klopse und Senfeier, „aber wir bringen stets Neues auf den Tisch wie Gemüseauflauf“ – auch wenn mancher auf seinem Leberwurstbrot bestehe. Am Obstteller kann sich jedes Kind jederzeit bedienen. Das Budget reicht trotzdem, so Kay Duberow: „Unsere Einkäufer für Turm und Kita sind gut. Wir haben keine Grund, am Essen zu sparen.“

Von Heike Bergt

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