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Oberhavel Haushaltsumfrage der MAZ ausgewertet
Lokales Oberhavel Haushaltsumfrage der MAZ ausgewertet
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22:02 25.11.2016
Knapp 100 der verschickten Fragebögen kamen ausgefüllt zurück. Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf/Birkenwerder

Ob Borgsdorf, Bergfelde, Hohen Neuendorf oder Birkenwerder – mehr als die Hälfte der Einwohner möchte dort ohne wenn und aber wohnen bleiben – konkret sind das 57 Prozent. Das geht aus einer Haushaltsbefragung der MAZ hervor. Immerhin ein Viertel von ihnen kann sich das zwar vorstellen, schätzt jedoch das Angebot an Treffpunkten sowie Kultur- und Freizeitangeboten als zu gering ein. Und 17 Prozent, die gern hier wohnen, halten das Angebot an bezahlbarem Wohnraum für zu gering. Lediglich knapp vier Prozent der Umfrageteilnehmer können sich nicht vorstellen, in ihrem Heimatort zu bleiben. In Borgsdorf und Bergfelde wird das in je einem Fall mit dem (geplanten) Zuzug von Asylbewerbern begründet. In Birkenwerder, „weil altersgerechter Wohnraum fehlt“.

„Fühlen Sie sich sicher?“, lautete die zweite Frage. 40 Prozent der Umfrageteilnehmer beantworten diese Frage mit „ja“. Ein knappes Drittel (32 Prozent) halten die Polizeipräsenz für „nicht ausreichend“ und fast ebenso viele (31 Prozent) halten Wohnungseinbrüche und Autodiebstähle für ein Problem, das bekämpft werden müsse. Lediglich acht Prozent fühlen sich nicht sicher.

44 Prozent nutzen das Auto

Mit dem Thema Mobilität befasste sich die dritte Fragestellung. „Reicht Ihnen das Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr?“, wollte die MAZ wissen. Ein Viertel der Umfrageteilnehmer antwortet mit „ja“. Nur knapp darunter liegt mit 22 Prozent die Zahl derjenigen, die mit „nein“ gestimmt haben und einen verdichteten Takt der S-Bahn fordern. Weitere 19 Prozent verneinen die Frage ebenfalls, begründen dies aber mit fehlenden Verbindungen am Abend und an den Wochenenden. Die vierte Antwortmöglichkeit haben allerdings die meisten angekreuzt (44 Prozent): „Ich nutze das Auto.“

Ein Politikum ist die vierte Frage: „Sollten sich Birkenwerder und Hohen Neuendorf zusammenschließen?“ Ein gutes Drittel der Umfrageteilnehmer (35 Prozent) hält diesen Schritt für „längst überfällig“. Die klare Mehrheit derer stammt allerdings nicht aus Birkenwerder, wo dies nur acht Prozent der Umfrageteilnehmer so sehen. Dort stimmten die allermeisten für eine Zusammenarbeit, jedoch von eigenständigen Kommunen. Diese Antwortmöglichkeit fand insgesamt 45 Prozent Zustimmung. Für eine Übergangszeit von mindestens zehn Jahren für einen Zusammenschluss stimmten lediglich vier Prozent. Zu denken gibt mit einem Ergebnis von 16 Prozent die vierte Antwortmöglichkeit: „Die Politiker sollen sich um Wichtiges kümmern.“

„Wünsch dir was“ an fünfter Stelle

Vielfältig und umfangreich sind die Antworten bei den Wünschen für den jeweiligen Ortsteil. In Borgsdorf wird unter anderem ein aktiveres Ordnungsamt gegen wilde Parkerei gefordert, zudem ein Glätten der holpriger Sandwege.

In Birkenwerder wünscht sich ein Umfrageteilnehmer den „Ausbau einer Mitte mit Treffpunkten für Erholung und auch Geschäften“. Weiter auf der Wunschliste: ein Bürgerhaus, innerörtliche Busverbindung, bessere Einkaufsmöglichkeiten, Halt des Regionalexpress, bessere Parkmöglichkeiten für Autos und Fahrräder – speziell am Bahnhof, mehr Räume für den Hort, Beseitigung sämtlicher Werbeplakate und Schmierereien, Drogeriemarkt, besseren Lärmschutz, regionale Energieversorgung mit erneuerbaren Energien und eine bessere Zusammenarbeit mit dem Abfallentsorger AWU. In Richtung Kommunalpolitik geht der Wunsch nach Transparenz, Ehrlichkeit, weniger Streit und bürgernahen Entscheidungen. Bürgerbelange sollten stärker ernst genommen werden.

In Bergfelde wünscht man sich einen Bio-Laden, den Erhalt des Waldes, bessere Parkmöglichkeiten und -regelungen, das Bekämpfen der Wildschweinplage, einen schnelleren Straßen- und Gehwegausbau, mehr Sauberkeit und Tempolimits.

Die Hohen Neuendorfer wünschen sich unter anderem eine (kostenlose) Straßenlaubentsorgung, weniger Straßenverkehr, mehr Bänke, intakte Gehwege, ein attraktives und angenehmes Stadtzentrum, mehr Spielplätze, Freizeitangebote und Treffpunkte für Senioren sowie altersgerechten Wohnraum.

Einen herzlichen Dank an alle, die sich beteiligt haben.

Von Helge Treichel

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