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Oberhavel Havarie in neuer Sporthalle
Lokales Oberhavel Havarie in neuer Sporthalle
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02:16 10.08.2015
Die Pfützen sind weg, aber die Nässe sitzt unter dem Hallenboden.  Quelle: Robert Roeske
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Borgsdorf

 Der Anblick ist trügerisch: In den Dämmmatten unter dem Hallenboden in der neuen Borgsdorfer Sporthalle hat sich Wasser gesammelt. Der Hausmeister hatte Anfang dieser Woche sogar Pfützen auf dem hölzernen Parkettboden entdeckt und sofort Alarm geschlagen. Seitdem wird fieberhaft nach der Ursache des Wassereinbruchs gesucht, sagt Hohen Neuendorfs Bau-Fachbereichsleiter Michael Oleck. Der erste Gedanke, nämlich dass es durchgeregnet hat, habe sich nicht bestätigt.

Oleck: „gravierender Anlagenfehler“

 Nach Olecks Worten hat es „einen gravierenden Anlagenfehler gegeben“. Gutachter seien im Einsatz gewesen, hätten die Daten der Regeltechnik ausgelesen. Alles deute auf einen Fehler in einem der elektrisch angesteuerten Ventile im Frischwassersystem hin. Ob ein Materialmangel, ein Planungs- oder Bedienfehler vorliegt, das werde gerade untersucht. Fest stehe indes, dass auch der zweite und dritte Sicherungsmechanismus versagt habe und somit eine unglückliche Verkettung von technischen Fehlern vorliegt.

Der daraus resultierende Schaden ist immens. Noch stehe die Frage, „ob die Hälfte oder der ganze Sportboden erneuert werden muss“, sagt Michael Oleck. Bereits jetzt ist allerdings absehbar, dass die Sporthalle in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr nutzbar sein wird. Die einschlägigen Fachfirmen seien gerade während der Sommerferien mit Aufträgen ausgebucht. Und bereits in der Bauphase waren allein drei Monate für den Hallenboden eingeplant, so der Fachbereichsleiter: „Das ist auch eines der Probleme, die wir lösen müssen.“

Es wird gerettet, was zu retten ist

Gegenwärtig wird versuch, zu retten, was zu retten ist. Von sämtlichen Öffnungen im Schwingboden sind die Deckel entfernt, damit Luftzirkulieren und die durchtränkten Dämmatten trocknen können.

Für die Einschulungsfeier der Borgsdorfer Grundschule am 29. August kommt die beschädigte Halle nach aktuellem Stand nicht in Frage. Dafür müsse auf die alte Turnhalle ausgewichen werden, sagte Verwaltungssprecherin Susanne Kübler auf Nachfrage. Jedoch sei ohnehin vorgesehen, die Feier unter freiem Himmel abzuhalten. Die neue Sporthalle war lediglich die Schlechtwettervariente.

Schmuckstück für Borgsdorf

Im vergangenen Dezember war die Zweifeldsporthalle an der Bahnhofstraße feierlich eingeweiht worden – anderthalb Jahre nach Beginn der aufwendigen Erdarbeiten.

Die Halle wurde, um sich in die Umgebung von Schule und Sportplatz einzufügen, zur Hälfte in die Erde abgesenkt. Das Spielfeld liegt gut drei Meter tief.

Nutzer sind vor allem die Grundschule und die beiden großen Borgsdorfer Sportvereine FSV Forst Borgsdorf und VfL Borgsdorf.

4,3 Millionen Euro hat das mit einer solarthermischen Anlage für die Wasseraufbereitung, Wärmerückgewinnung und LED-Lampen ausgestattete Gebäude gekostet. Die Hälfte der Summe stammt aus den Erlösen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, die 1993 zum Umgestalten der ehemaligen Nelkenzuchtflächen (34 ha) aufgelegt worden war. Die Halle gilt als „baulicher Schlusspunkt“.

In den fast 20 Jahren, in denen die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft DSK die Entwicklungsmaßnahme betreut hat, wurden in dieses Viertel zirka 26,5 Millionen Euro investiert, 5,2 Millionen Euro steuerte die Stadt bei. Entstanden sind Spielplätze, die Kita Rosenstraße, die Feuerwache und der neue Sportplatz. Hinzu kommen die privaten Investitionen in Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Von Helge Treichel

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