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Heiratsantrag vor versammelter Runde

Germendorf (Oberhavel) Heiratsantrag vor versammelter Runde

Es war ein äußerst ereignisreiches Jahr für die Feuerwehr Germendorf. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend deutlich. Das größte Ereignis auf der Versammlung selbst kam für alle überraschend: Der stellvertretende Zugführer Martin Degen machte seiner langjährigen Freundin vor versammelter Mannschaft einen Heiratsantrag.

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„Willst du mich heiraten?“ Martin Degen und Doren Ehrlich (mit Ring) im emotionalsten Moment der Germendorfer Jahreshauptversammlung.

Quelle: Robert Roeske

Germendorf. Dem äußerst ereignisreichen Jahr 2016 trugen die Germendorfer Feuerwehrkameraden vom Oranienburger Löschzug 5 mit ihrer wohlorganisierten Jahreshauptversammlung am Sonnabend Rechnung. Die Jubiläumsfeier zum 112-jährigen Bestehen der 1904 gegründeten Wehr mit der Übergabe der neuen Feuerwache sei „das Highlight in den vergangenen 20, 30 Jahren“, bilanzierte Zugführer Cornel Gratz. Emotionaler Höhepunkt der feierlichen Zusammenkunft am Abend in der Sporthalle des Stadtteils war aber der Moment, als sein Stellvertreter Martin Degen auf die Bühne trat, um überraschend seine Scheidung von der Feuerwehr einzureichen.

Das Paar erwartet im April ein Baby

Vor versammelter Mannschaft machte der 28-Jährige seiner langjährigen Partnerin Doren Ehrlich einen Heiratsantrag. Unter Tränen antwortete die völlig überraschte 26-Jährige mit „Ja“. Seit neun Jahren sind die beiden Germendorfer ein Paar. Ausdruck ihrer Liebe ist die Geburt ihrer Tochter, die für April angekündigt ist. Von der Frage aller Fragen wussten zuvor nur die Brauteltern, die beste Freundin und Cornel Gratz. Der resümierte, dass 2017 somit zwei Hochzeiten anstehen. Und am Ende wurde aufgeklärt, dass Martin Degen auch seiner Wehr weiterhin treu bleibt.

Zuvor waren bereits wichtige Dienstbelange abgearbeitet worden, darunter die Rechenschaftsberichte der Aktivwehr und der Jugendfeuerwehr sowie Beförderungen und Auszeichnungen.

38 Einsätze im vergangenen Jahr

Die Ausrüstung beschrieb der Zugführer als „sehr gut“, das Gerätehaus als das wahrscheinlich modernste im Land. Zuversichtlich sei er, dass die „Kinderkrankheiten“ noch überwunden und die Außenanlagen gestaltet werden. 38 Einsätze habe es 2016 gegeben, 13 technische Hilfeleistungen und 12 Brandeinsätze. Bei den sonstigen Einsätzen hob Gratz die sechs Bombenentschärfungen hervor. Zweimal mussten Personen reanimiert werden. Die Ausrückezeiten sanken seit Oktober von 4 bis 5 auf 2 bis 3 Minuten. Im Schnitt 23 Kameraden seien dabei. Von den 49 aktiven Mitgliedern, davon sieben Frauen, seien zwölf rund um die Uhr verfügbar. Alles Spitzenwerte, wie Thomas Thielke als 2. stellvertretender Kreisbrandmeister sagte.

Moritz Welker, Willy Gratz,Julius Winter und Randy Henschke (v l) wurden von der Kinder- in die Jugendfeuerwehr übernommen

Moritz Welker, Willy Gratz,Julius Winter und Randy Henschke (v. l.) wurden von der Kinder- in die Jugendfeuerwehr übernommen.

Quelle: Robert Roeske

Für die Minis bilanzierten Julius Winter und Moritz Welker das Jahr 2016. 45 Kinder seien Mitglied, 21 Dienste wurden absolviert. Ein Schwerpunkt: die Verkehrserziehung. Jugendwart Mike Fittig gab den Rechenschaftsbericht der Jugendwehr. Die zum Jahresende 25 Jungs und neun Mädchen seien im Schnitt 12, 7 Jahre alt. Drei wurden in die Aktivwehr übernommen. 117 Ausbildungsstunden wurden absolviert.

Zehn Jahre treue Dienste

Louis Kluska, Philipp Lehmann und Katja Gratz wurden mit der Medaille für treue Dienste in Kupfer geehrt (zehn Jahre). Chris Schneider wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert, Bobby Wehden und Mario Schneider zum Hauptfeuerwehrmann und Jan Dieterle zum Löschmeister. Die Schulterstücke des Oberlöschmeisters bekamen Marcus Paeck und Stephan Hoffmann von Ordnungsamtsleiterin Sylvia Holm überreicht. Und René Behnisch hatte am Tag zuvor sogar seine Prüfung zum Brandmeister bestanden, was ebenfalls mit neuen Schulterstücken und viel Beifall honoriert wurde. Sylvia Holm dankte den Aktiven für ihren Einsatz und vor allem deren Familien. Die Feuerwehrleute wiederum dankten den Betrieben und Sponsoren.

Die Feuerwehr-Minis bei ihrem musikalischen Auftritt zu Beginn der Hauptversammlung

Die Feuerwehr-Minis bei ihrem musikalischen Auftritt zu Beginn der Hauptversammlung.

Quelle: Robert Roeske

Von Helge Treichel

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