Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Heißer Sommer in Sachen Bombensuche

Acht Oranienburger Grundstücke müssen nach Munition abgesucht werden Heißer Sommer in Sachen Bombensuche

Oranienburg ist ein heißes Pflaster. Munitionsreste aus dem zweiten Weltkrieg liegen noch immer verborgen. Acht verschiedene Anomalien gibt es, die in den nächsten Wochen aufgegraben werden. Möglicherweise sind es Bomben. Doch die komplizierten Einsätze kosten viel Geld. Bereitgestellte Summen vom Land reichen da lange nicht mehr aus.

Voriger Artikel
Spaß und Sport in Hennigsdorf
Nächster Artikel
Hier wird in Oberhavel gestreikt

Neuer Anlauf gestern am Alten Hafen 25: Bisher hatte die Technik für das abzupumpende Grundwasser nicht ausgereicht. Wenn alles funktioniert, wird der Verdachtspunkt umgehend freigelegt.

Quelle: Roeske

Oranienburg. "Da kommt einiges auf uns zu", sagt Oranienburgs Vizebürgermeisterin, und meint damit die acht Grundstücke mit zum Teil gleich mehreren Anomalien, die in den nächsten Wochen aufzugraben und abzuklären sind. "Dabei sind wir generell in der Stadt bei der Munitionssuche mit den einfachen Fällen durch, jetzt kommen die komplizierten", so Kerstin Kausche.

Los geht es nächste Woche mit der Doppel-Anomalie am Alten Hafen 25 in Lehnitz. Nicht weit entfernt hatte Paule Dietrich vor Weihnachten 2013 sein Haus durch die Sprengung einer Bombe verloren. Donnerstag und Freitag nun liefen die neuen Pumpversuche. Die vorangegangenen waren daran gescheitert, dass auf Grundlage eines falschen Bodengutachtens die Pumptechnik für die Grundwasserabsenkung zu gering dimensioniert war, erklärt Kausche. "Nach Pfingsten ist ein Zeitplan für die Öffnung der Anomalie möglich."

Gelder vom Land decken die Kosten nicht

Der dortige Verdachtspunkt gehört zu insgesamt drei "Pilot-Fällen", bei denen die Stadt erstmals selbst für die Vergabe der Aufträge für die Grundwasserabsenkung verantwortlich zeichnet. "Wir hatten das Land ja gebeten, uns Geld aus dem Haushalt für den KMBD zur Verfügung zu stellen", erinnerte die Kämmerin. Ob es bei dieser Veränderung bleibt, soll nach den drei "Testfällen" (Weserstraße, am Turm, am Alten Hafen) entschieden werden. Insgesamt 200000 Euro hat das Land dafür bereitgestellt. "Das reicht natürlich nicht", so Kausche. Das Land müsse nachlegen. Ein Gespräch darüber, ob die Praxis beibehalten wird, gibt es beim Land am 11. Juni. "Wir gehen davon aus, dass diese Aufgabe bei uns bleibt, denn als Ordnungsbehörde sind wir zuständig für die Gefahrenerforschung", so Kausche.

Anwohner werden per Mail auf dem Laufenden gehalten

Die Anwohner im Umkreis von 100 Metern um den Verdachtspunkt am Alten Hafen werden ab sofort regelmäßig per Mail exklusiv über aktuelle Entwicklungen informiert, kündigte Kausche nach der Kritik von Betroffenen eine besser Informationspolitik an.

Wie bei der Bombenentschärfung am Turm in der letzten Woche bereits praktiziert, will die Stadt künftig diesen Ablauf bei einer Bombenfreilegung beibehalten: "Wir wollen montags mit der Freilegung starten, am Donnerstag sollte klar sein, ob es eine Bombe ist. Wenn ja, wird gleich am Folgetag gesprengt oder entschärft. Künftig ist kein Tag mehr dazwischen." Angesichts vieler "Unwissender" im Sperrkreis in der letzten Woche, "müssen sich die Leute besser informieren, und es gibt mehr Lautsprecherdurchsagen", kündigt Kausche an.

Von Heike Bergt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg