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Oberhavel Helfende Hände in Ravensbrück
Lokales Oberhavel Helfende Hände in Ravensbrück
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14:00 07.01.2016
Claudia Schlaier vom pädagogischen Dienst der Gedenkstätte rüstet Emma Yamamoto aus Japan und Woo Hyeon Kwon aus Südkorea mit einer digitalen Kamera für den Fotorundgang aus. Quelle: Anke Dworek
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Fürstenberg

Es war ein langer Weg, der Emma Yamamoto von Japan via London nach Fürstenberg führte. Allein der Flug nach London dauerte 15 Stunden. Die junge Frau gehört zu den 14 Teilnehmern des internationalen Sommer-Workcamps, das am Montag in der Mahn- und Gedenkstätte begann.

Emma und junge Menschen aus Georgien, der Ukraine, Serbien, China, Polen, Spanien und Südkorea werden sich zwei Wochen lang für den Erhalt und Pflege der Gedenkstätte engagieren und intensiv mit der Geschichte des ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers auseinandersetzen. Wie die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mitteilte, werden sie unter anderem den Dachboden des ehemaligen Wasserwerks von Schutt und Abfall beräumen. Ein Restaurator begleitet diese Arbeiten, da mit dem Fund von Exponaten nicht zuletzt aus der Zeit der sowjetischen Nutzung gerechnet wird. Bevor die praktische Arbeit heute losgeht, unternahmen die Jugendlichen gestern einen Foto-Rundgang, um den authentischen Ort aus ihrem Blickwinkel zu dokumentieren.

Träger des Workcamps ist die Vereinigung Junger Freiwilliger (VJF). Sie hat in vielen Ländern Partnerorganisationen, die den Aufenthalt in Deutschland vermitteln. Den Flug und eine Teilnehmergebühr bezahlen die jungen Leute selbst, ansonsten werden die Projekte von der EU, vom Bund und im Fall der VJF vom Land Berlin gefördert.

Die Vereinigung Junger Freiwilliger (VJF)

Die Vereinigung Junger Freiwilliger (VJF) wurde 1990 gegründet und als freier Träger der Jugendarbeit anerkannt.
Als gemeinnütziger Verein organisiert die VJF internationale Jugendbegegnungen als kurzfristiges Projekt – so eins ist das Workcamp in der Gedenkstätte Ravensbrück – und längerfristige Projekte wie den Europäischen Freiwilligendienst. Außerdem ist sie Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahrs.
Jährlich werden 30 bis 40 internationale Workcamps und bilaterale Projekte in Deutschland organisiert. In mehr als 60 Ländern der Welt werden rund 600 Workcampplätze über Partner der VJF angeboten. Die Teilnehmer arbeiten und verbringen ihre Freizeit gemeinsam, lernen so unterschiedliche Kulturen auf besondere Weise kennen.
In Brandenburg ist die VJF seit 1991 als Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahrs aktiv.
Die Projekt - und Begegnungsstätte der VJF befindet sich am Langen See bei Berlin.

Bis Ende August werden mehr als 100 Jugendliche und junge Erwachsene bei fünf internationalen und einem regionalen Workcamp in Ravensbrück erwartet. Sie beschäftigen sich jeweils zwei Wochen lang mit der Geschichte des ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück und des Gedenkens nach 1945. Sie übersetzen Dokumente und leisten auf dem Gelände der Gedenkstätte wichtige Erhaltungs- und Pflegearbeiten. Ein Höhepunkt des Programms werden Gespräche mit den Ravensbrück-Überlebenden Ilse Heinrich und Charlotte Kroll sein. Die beiden Zeitzeuginnen berichten seit vielen Jahren jungen Menschen über ihre Erlebnisse im Lager und appellieren an sie, die Erinnerung aufzunehmen und dafür zu sorgen, dass Nazi-Ideologie, Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz keinen Platz mehr in der Welt haben.

Neben der VJF haben weitere Träger Workcamps in Ravensbrück organisiert. Die Gedenkstätte kooperiert mit dem Service Civil International (SCI), der Norddeutsche Jugend im internationalen Gemeinschaftsdienst (NIG), der Kolpingjugend, der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) und dem Jugendwohnprojekt Mittendrin aus Neuruppin schon seit Jahren. Gedenkstättenleiterin Insa Eschebach hat mehr als einmal betont, wie wertvoll der Einsatz der Freiwilligen in den Sommercamps für die Gedenkstätte Ravensbrück ist. Jede helfende Hand ist besonders für die Arbeiten auf dem Gelände willkommen.

Von Anke Dworek

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