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Hell und viel mehr Platz

Schildow Hell und viel mehr Platz

Kinder der Kita „An der Heidekrautbahn“ waren am Mittwoch nicht wie sonst Zaungäste, sondern sie durften zur Grundsteinlegung auf die Baustelle. Ihre Plattenbaukita aus den 1980er-Jahren wird durch einen modernen Neubau ersetzt. Dort werden sie viel mehr Platz haben. Im Herbst 2018 soll Einzug sein.

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Sie hatten an der Baugrube die besten Plätze, die Kinder der Kita „An der Heidekrautbahn“ bei der Grundsteinlegung.

Quelle: Marion Bergsdorf

Schildow. Jeden Tag schauen sie durch den Bauzaun und beobachten, was da in der riesigen Baugrube an der Franz-Schmidt-Straße in Schildow vor sich geht. Die Kinder der Kita „An der Heidekrautbahn“ erleben mit, wie ihre neue Kita entsteht. Denn der Bauzaun steht nur anderthalb Meter von ihrem jetzigen Kita-Gebäude entfernt. Es sei eng auf der Baustelle, doch man komme klar und habe ein gutes Verhältnis zu den Kindern und den Erziehern, sagt Bauleiter Oliver Brüch vom Architektenbüro Kunath-Brüch aus Birkenwerder.

Gestern durften die Kinder mal direkt auf die Baustelle kommen, denn es gab etwas zu feiern. Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus zeigte ihnen eine kupferne Kartusche, gefüllt mit Münzen, Zeitungen des Tages und dem Bauplan. Diese Röhre sollte in ein Loch des Fundaments vom Neubau versenkt werden. Kitaleiterin Petra Biermann legte noch eine Rolle mit Kinderzeichnungen dazu. „Möge es schnell vorwärtsgehen mit dem Bau, das wünschen sich die KInder“, sagte sie.

Denn der bisherige Plattenflachbau der 1980er-Jahre, in dem die Kita „An der Heidekrautbahn“ untergebracht ist, hat wahrlich ausgedient. Häufig regnete es durch, mussten Rohrleitungen ausgewechselt werden. Mit dem Neubau für gut 90 Kinder können sich diese auf moderne und helle Räume freuen. Es handelt sich um ein monolithisches Gebäude mit zwei Baukörpern. Der zweigeschossige ist 45 mal 26 Meter groß, der eingeschossige hat die Abmessungen von 28 mal 15 Metern. Durch den Zukauf von Grundstücken und die Verlagerung der Pfadfinder beträgt die Grundstücksgröße jetzt 6 780 Quadratmeter. Davon werden in dem Bereich der jetzt vorhandenen Kita 50 Stellplätze entstehen, „die genug Platz für das Bringen und Abholen der Kinder und die zukünftig mit dem Hortneubau wegfallenden Stellplätze am Bürgersaal bringen“, heißt es in der Baubeschreibung. Überhaupt steht der Neubau in Bezug zum Schulkomplex gegenüber an der Straße. Die Kita wird so gebaut, dass sich ihr Eingang samt Vorplatz zur Schule hin befinden. „Die Kinder werden von der Schule kommend aufgefangen und können auf einem schönen Vorplatz auf die Eltern warten“, erklärt Oliver Brüch.

Ein Zugewinn für Kita und Gemeinde wird der in der neuen Kita geplante Mehrzweckraum von knapp 100 Quadratmetern sein, der eine separate Zugangsmöglichkeit haben wird. Die Spielflächen im Kitaumfeld konnten großzügig dimensioniert werden. Mit dem Aushubmaterial entsteht ein zwei Meter hoher Rodelhügel.

Den Rohbau führt das Bauunternehmen Brunzel Bau aus Velten aus. Firmenchef Heiko Brunzel gesteht: „Wir bauen gerne für Kinder und lieber als andere Bauten, denn damit bauen wir für die Zukunft.“ Auch Bürgermeister Smaldino-Stattaus betonte: „Nach der Kita Nimmerland und Spatzenhaus bauen wir nun die neue Kita An der Heidekrautbahn. Wir investieren in die Kleinsten und damit in das Größte, in unsere Zukunft.“

Baubeginn war im April, im Herbst 2018 soll der Einzug gefeiert werden. Im Frühjahr 2019 ist dann der Abriss des alten Plattenbaus vorgesehen. Bauleiter Oliver Bruch hat derzeit angesichts des großen Baubooms immer mal wieder Probleme mit der Lieferung von Material. Doch er hofft, die Termine halten zu können.

Die Grundsteinlegung durften dann übrigens zwei der künftigen Nutzer der neuen Kita vornehmen, nachdem der Bürgermeister die anwesenden Eltern um deren Einwilligung gebeten hatte. Die dreijährige Johanna Ladendorf und der vierjährige Pepe Miegel nahmen stolz die große Kartusche in die Hände und legten sie in die vorbereitete Grube im Fundament.

4,2 Millionen Euro investiert die Gemeinde Mühlenbecker Land in den Neubau. In den kommenden Jahren ist dann die Erweiterung des Hortgebäudes auf der gegenüberliegenden Straßenseite dran.

Von Marion Bergsdorf

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