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Hennes Bender freut sich auf die Provinz

MAZ verlost Freikarten Hennes Bender freut sich auf die Provinz

Es ist bereits das vierte Mal, dass der Comedian Hennes Bender ins Kremmener Theater „Tiefste Provinz“ kommt. Am 11. Oktober zeigt er sein Soloprogramm „Klein/Laut“. Im Interview erzählt er, was das bedeutet, wie er über die Kremmener denkt – und Freikarten gibt es auch.

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Comedian Hennes Bender.

Quelle: imago stock&people

Kremmen. Der Comedian Hennes Bender kommt am 11. Oktober mal wieder ins Kremmener Theater „Tiefste Provinz“. Es ist bereits das vierte Mal, dass er ins Scheunenviertel kommt, zuletzt präsentierte er 2012 sein Programm „Erregt“. Die aktuelle Show „Klein/Laut“ ist bereits ausverkauft. Die MAZ erwischte ihn am Telefon in seiner Küche.

MAZ: Sie kommen nicht das erste Mal nach Kremmen. Freuen Sie sich darauf?

Hennes Bender: Ja, sonst würde ich das ja nicht machen. Ich mag das schöne Ambiente und das Drumherum des Theaters. Es gibt nur wenige Spielorte im Umland außerhalb von Berlin.

Ist denn die „Tiefste Provinz“ in Kremmen der kleinste Spielort, wo Sie auftreten?

Bender: Vor drei Wochen bin ich in einem Friseursalon in Neuss aufgetreten. Da war es pickepacke voll. Ich freue mich, wenn Leute sich auf den Weg machen, um den Künstler zu sehen, den man mag. Die Bindung an den Ort und die Location ist da schon wichtig.

Ist das Publikum in Kremmen anders als zum Beispiel in Berlin?

Bender: Ich mache ja eher nicht den Unterschied zwischen Ost und West, eher zwischen Stadt und Land. Die Berliner sind, was Kultur angeht, ziemlich übersättigt. Die Kremmener habe ich immer als sehr herzlich, aber auch als ruppig empfunden. Das mag ich. Wir im Ruhrgebiet sind ja auch so – herzlich und ruppig. Bei den Berlinern ist es hin und wieder etwas pampig und eigen, bei uns versteht man sich eher auf die andere Art.

Die Bühne in Kremmen ist klein, das Publikum nah dran. Bekommt man mit, was unten passiert, und weichen Sie auch schon mal vom Programm ab, wenn Sie etwas Außergewöhnliches merken?

Bender: Das mache ich immer, und das hängt auch nicht von der Größe des Publikums ab. Ich gehe bei meinem Programm nie auf Nummer sicher, das finde ich sehr langweilig. Ich suche immer den direkten Kontakt, ich will wissen, was es Neues gibt. Ich interessiere mich immer dafür, was so passiert, ich suche auch immer das Gespräch.

Am Tag davor treten Sie in Berlin auf. Wird das ein großer Unterschied zu Kremmen werden?

Bender: Das kann ich Ihnen noch nicht sagen. Das Publikum bei den Wühlmäusen, wo ich auftrete, ist zum Beispiel auch ein ganz anderes als im Quatsch-Comedy-Club. Beides sind eine tolle Locations, Letzteres ist aber eher ein Touristentheater. In den Wühlmäusen sitzt meist ein geschultes Kabarettpublikum. Es ist eine tolle Sache, da spielen zu dürfen. Die sind sehr West-Berlinerisch, da am Theo ( gemeint ist der Theodor-Heuss-Platz in Berlin-Westend, d. Red.). Man merkt dort auch den Spirit des Hausherren Dieter Hallervorden, den ich sehr verehre.

Hennes Bender

Hennes Bender ist 1968 in Bochum geboren worden – in der damaligen Landesfrauenklinik. Nach dem Abitur begann er 1988 in Bochum das Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften.

1990 feierte er sein Bühnendebüt als „Hamlet“ am Bochumer Schauspielhaus. Im Jahre 1993 gewinnt er mit Heinz-Peter Lengkeit den „New Talent Award“ des Hamburger „Quatsch Comedy Club“. 1998 hatte er erste Auftritte als Solokomiker, 1999 folgte sein erstes Soloprogramm „Ich mache es gerne!“.

Am 11. Oktober tritt er mit „Klein/Laut“ im Theater „Tiefste Provinz“ in Kremmen auf. Sehr wenige Restkarten sind für je 18 Euro unter 03301/ 59 45 22.

Ihr Programm, mit dem Sie am 11. Oktober nach Kremmen ins Scheunenviertel kommen, heißt „Klein/Laut“. Was bedeutet der Titel?

Bender: Der Titel hat mehrere Bedeutungen. Ich bin klein und bin laut, und manchmal bin ich auch kleinlaut. Ich mag Titel, die die Leute jeder für sich interpretieren können.

Worum wird es an diesem Abend gehen?

Bender : Über alles oder nichts. Ich will da auch nicht so viel verraten und den Leuten die Überraschung nehmen. Wenn Sie auch aktuelle Bezüge aufnehmen, spielt die derzeitige Asylproblematik dann auch eine Rolle? Bender: Ich bin froh, dass ich kein Politiker bin und keine Rücksicht nehmen muss. Klar ist das auch ein Thema. Was sagt man im Affekt und was sagt man überlegt? Ich finde, man ist ein Nazi und Verfassungsfeind, wenn man mit einem Brandsatz auf ein Heim wirft. Facebook ist ein Problem, wo ich sehe, wie unbeholfen manche Leute im Umgang mit den neuen Medien sind. Mal abgesehen von den orthografischen Katastrophen, stehen da manchmal Sachen, die nicht gehen. Wir haben ein Problem mit der Umgangskultur in Deutschland, und es stört mich, wenn Leute aufhören, selbstständig zu denken.

Noch mal zurück zum Auftritt in Kremmen: Bekommen Sie etwas vom Umland mit?

Bender: Ich werde an dem Sonntag relativ früh nach Kremmen kommen und es mir dann im Hotel noch ein bisschen gut gehen lassen. Und ich erinnere mich, dass wir nach dem Programm im Theater immer noch sehr schön zusammengesessen und erzählt haben. Das war schön, und ich denke, dass ich diesmal danach auch noch bleiben werde

Von Robert Tiesler

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