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Hennes Bender ist klein und laut

Comedian im Kremmener Theater Hennes Bender ist klein und laut

Mit seinem Programm „Klein/laut“ gastierte der Comedian Hennes Bender am Sonntagabend im Kremmener Theater „Tiefste Provinz“. Da gibt es dann schon mal interessante Überraschungen: Zum Beispiel Heiko, der direkt an der Bühne vorbeischlich, um schnell aufs Klo zu gehen. Benders Service: Er wartete, bis Heiko wiederkam.

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Hennes Bender unterhielt sein Publikum.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Kremmen ist immer für Überraschungen gut. Das erlebte der Bochumer Comedian Hennes Bender am Sonntagabend mal wieder auf eindrucksvolle Weise. Gleich mehrmals brachte ihn sein Publikum im ausverkauften Theater „Tiefste Provinz“ ordentlich aus dem Konzept.

Nicht nur, dass im Saal sogar Zuschauer aus Luzern in der Schweiz saßen (Bender: „Schweizer haben Freunde in Kremmen. Europa wächst zusammen!“). In Kremmen kommt es schon mal vor, dass die Zuschauer mitten in der Vorstellung aufs Klo rennen und sich dazu direkt an der Bühne vorbeischleichen. „Sowas hab ich ja auch noch nicht erlebt“, sagte der sichtlich perplexe Hennes Bender. Gemeinsam mit dem Publikum wartete er, bis Heiko, so hieß der Herr, mit seinem Geschäft fertig war. „Klein oder groß?“, rief er ihm noch nach. Für Heiko gab es dann einen Sonderapplaus, als er wiederkam.

Oder die Dame, die, bevor Bender mit der Zugabe beginnen wollte, direkt aus der ersten Reihe aufstand und ging. Winkend. „Danke fürs Kommen – und Gehen“, so Bender. Eine versteckte Kamera hat es an diesem Abend jedoch nicht gegeben, aber solche Widrigkeiten müssen Künstler aber offenbar einkalkulieren, wenn sie im kleinen Theater auftreten. Bender nahm’s mit Humor und kündigte schon mal an, auch mit seinem neuen Programm wieder nach Kremmen zurückkehren zu wollen.

Die Zuschauer freuen sich sicherlich drauf, denn sein Stand-Up-Abend unter dem Titel „Klein/Laut“ kam beim Publikum sehr gut an. Fast zwei Stunden lang steht Hennes Bender nur mit seinem Mikro auf der Bühne und erzählt. Zum Beispiel darüber, dass es Geräusche gibt, die völlig aus unserem Leben verschwunden sind – wie beispielsweise am Flughafen, wenn an den großen Anzeigetafeln mit einem „Klackklackklack“ die Buchstaben und Zahlen umgestellt wurden.

Sein Alter (47) und seine Größe (1,62 Meter) macht er auch immer wieder gern zum Thema – vor allem, weil er in den vergangenen Jahr noch einen Zentimeter kleiner geworden ist. „Man nähert sich mit dem Alter dem Erdboden“, sagt er. „Es gibt aber auch Körperteile, die größer werden. Leider nicht die, die man sich erhofft hat.“ Nase, Ohren und Füße würde größer werden. „Lange hatte ich Schuhgröße 39, früher wurde ich immer in die Kinderabteilung geschickt“, plauderte er. „Jetzt habe ich Schuhgröße 40.“

Auch die allgemeine Datenüberwachung war ihm ein Anliegen. „Wir wollen doch überwacht werden“, ist er sich sicher. Angesichts der Fotos und Statusinfos, die auf Facebook oder Twitter gepostet werden. Heute werde das Essen fotografiert und im Internet veröffentlicht. „Das ging früher gar nicht, da musste man erst mal den Film vollbekommen.“

So plauderte sich Hennes Bender durch den Abend. Er streifte die Politik und die aktuellen Probleme, er sprach viel über den Alltag und seine neuen Widrigkeiten und brachte das Publikum in Kremmen durch viele Pointen zum Lachen. Es erlebte einen lustigen und kurzweiligen Abend mit sicherlich auch einigen Denkanstößen.

Von Robert Tiesler

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