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Oberhavel Hennigsdorf: Bagger, Rotstift und Lebwohl
Lokales Oberhavel Hennigsdorf: Bagger, Rotstift und Lebwohl
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00:27 02.01.2016
Die ersten Schritte zur Sanierung des Ziel-Centers wurden in diesem Jahr gemacht. 2017 soll es komplett umgebaut sein. Quelle: Archiv
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Hennigsdorf

Das wichtigste Projekt für die Innenstadt begann im Herbst, schwere Bagger rückten am Ziel-Center an. Die Busspur ist nun versetzt, 2016 beginnen die Arbeiten im Center selbst. Im Frühjahr 2017 soll das Ziel saniert sein,die Ketten Kaufland, CleverFit, Deichmann und Charles Vögele werden einziehen. Der Postplatz soll auch dann barrierefrei werden: Im November bekam die Stadt dafür einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 900 000 Euro.

Saniert werden musste in diesem Jahr auch der Haushalt der Stadt, immerhin belasten die 2012 eingebrochenen Gewerbesteuern den Etat noch immer. Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) erlitt mit seinen Sparplänen im Frühjahr eine herbe Niederlage, das von ihm vorgelegte Haushaltssicherungskonzept für die Zeit bis 2018 fand bei den Stadtverordneten keine Mehrheit. Der Bürgermeister zog die Vorlage für den Haushalt 2015 zurück, nun beschäftigt sich eine Kommission aus Stadtverordneten und Verwaltung mit dem Thema. Etwa eine Million Euro wurde bereits eingespart. Die Hebesätze der Gewerbe- sowie Grundsteuer A und B wurden angehoben, die Beteiligungsgesellschaften müssen mehr Gewinn abführen. Zudem wurden Mieten und Pachten für Garagen und Kleingärten erhöht, genau wie die Gebühren für die Musikschulen. Auch der Winterdienst auf Radwegen wurde gestrichen. Erweitert wurden dagegen Kitas, auch die Einrichtung einer neuen, vierten Grundschule an den Havelauen wurde auf den Weg gebracht. Immerhin werden in Hennigsdorf jährlich um die 225 Kinder geboren, die Bevölkerung wächst leicht. In den Jahren 2014 und 2015 hat die Stadt 6,5 Millionen Euro in die Erweiterung von Kitas und Horten investiert. Sieben Millionen Euro wurden im Schulbereich eingeplant.

2015 war auch ein Jahr der Abschiede. Im Juli starb SPD-Fraktionschef Thomas Kiesow überraschend an einem Herzinfarkt. Nach der Sommerpause wählten die Genossen Udo Buchholz zu seinem Nachfolger. SPD-Urgestein Peter Schulz indes, seit der Wende in der Stadtverordnetenversammlung, verabschiedete sich aus dem Gremium und will nun seinen Ruhestand genießen. Ende August ging auch Pur-Mitarbeiterin Gudrun Bergmann in Rente – sie hatte das Zirkus-Projekt,bei dem Kinder von sozial Schwachen und Asylbewerbern Shows einüben, zehn Jahre lang mit Verve geleitet. Ihr Nachfolger ist der Hennigsdorfer Steffen Leber. Und schließlich verabschiedete sich auch MAZ-Redakteur Ulrich Bergt, seit 1990 für die Berichterstattung aus Hennigsdorf und Velten zuständig, im Oktober in den Ruhestand.

Von Marco Paetzel

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