Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Hennigsdorf: Bald könnte mehr gefällt werden
Lokales Oberhavel Hennigsdorf: Bald könnte mehr gefällt werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:15 15.04.2016
In Hennigsdorf könnte bald mehr gefällt werden. Quelle: Foto: dpa
Anzeige
Hennigsdorf

Das Potsdamer Verwaltungsgericht wird die Hennigsdorfer Baumschutzsatzung aller Voraussicht nach kippen. „Wenn die Stadt nicht Berufung beantragt, darf ab Ende Mai in Hennigsdorf jeder Bäume fällen, wie er will“, erklärte der Berliner Rechtsanwalt Jens Koehn. Seine Mandanten wollten auf einem Grundstück in Nieder Neuendorf bauen und hatten dafür etwa 20 junge Erlen gefällt. Ob die Bäumchen breiter als die in der Satzung erlaubten 30 Zentimeter waren, darum war ein Rechtsstreit mit der Verwaltung entbrannt.

In der Satzung ist geregelt, dass dickere Bäume nicht ohne Genehmigung gefällt werden dürfen. „Das hatte zur Folge, dass Grundstücksbesitzer in Hennigsdorf kahlschlagartig gefällt haben, solange der Stamm noch dünn genug war“, erklärt Koehn. Das Kippen der Satzung nütze der Umwelt, weil Bäume wachsen dürfen, ohne dass der Besitzer Angst haben muss, sie irgendwann nicht mehr fällen zu dürfen. „Hennigsdorf hatte die strengste Satzung Brandenburgs. In Potsdam etwa dürfen fällbare Bäume bis zu 60 Zentimeter dick sein“, so Koehn.

Er rechnet damit, dass es mindestens zwei Jahre dauern könnte, bis die Verwaltung eine neue Satzung auf den Weg bringen könnte. Ob die Verwaltung Berufung gegen das Urteil einlegen wird, soll geprüft werden, wenn das Urteil vorliegt. Jurist Köhn würde dem aber gelassen entgegen sehen. „Die 30 Zentimeter Umfang sind nicht mit der Verfassung und dem Bundesnaturschutzgesetz vereinbar.“ Ein Antrag auf Berufung sei außerdem teuer und die Erfolgsaussichten äußerst gering.

Die Hennigsdorfer Grünen-Chefin Petra Röthke-Habeck reagierte entsetzt. „Das Kippen der Satzung wäre fatal!“ Wenn sich das bewahrheite, müsse man schnell eine neue Satzung auf den Weg bringen. Völlig wahllos dürfe aber dennoch nicht gefällt werden, dem stehe das Naturschutzgesetz und die entsprechende Verordnung des Landes entgegen.

Von Marco Paetzel

Oberhavel Michael Blumenthal besucht seine Geburtsstadt - Ein Mann mit Botschaft in Oranienburg

Seit 2000 ist Michael Blumenthal Ehrenbürger der Stadt Oranienburg. Immer wieder kommt der Amerikaner gern in seine Geburtsstadt und sieht sich um, was sich alles getan hat. Michael Blumenthal machte am Donnerstagvormittag Halt im Oranienburger Runge-Gymnasium und unterhielt sich mit Schülern über Vergangenes und Gegenwärtiges.

15.04.2016

Nachdem Susanne Mihatsch (Pro Velten) Bürgermeisterin Ines Hüber am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss beleidigt hatte, verließen diese und Bauamtsleiter Berthold Zenner aus Protest den Saal. Stefan Gansel (Pro Velten) hatte als Ausschussvorsitzender nicht eingegriffen.

14.04.2016
Oberhavel 10 Jahre „Tiefste Provinz“ in Kremmen - Gala zum Jubiläum im Scheunenviertel

Vor zehn Jahren war der Plan, einen eigenen Proberaum für die eigene Band zu haben. Doch was Andreas Dalibor dann mit seiner „Tiefsten Provinz“ auf die Beine stelle, wurde zum Selbstläufer. Musik, Kabarett, Theater, Comedy. Über 300 Veranstaltungen in 10 Jahren. Eine kulturelle Erfolgsgeschichte im Flächenland.

15.04.2016
Anzeige