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Oberhavel Die Regenbogenschule ist fertig
Lokales Oberhavel Die Regenbogenschule ist fertig
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16:50 13.08.2018
Fachbereichsleiter Michael Kothera mit Landrat Ludger Weskamp und Bildungsdezernent Matthias Kahl in der Küche (v.l.). Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

Die Regler der Kochfelder sind erhaben. Kein Schnickschnack mit Touch-Bedienung. „Die Schüler sollen alles erfühlen können“, erklärt Michael Kothera, Fachbereichsleiter Bildung und Gebäudeverwaltung. Er steht mit Landrat Ludger Weskamp in der Lehrküche der neuen Regenbogenschule. Statt automatischer Lösungen mit Sensoren habe man sich auch entschieden, im Haus richtige Lichtschalter und Fenstergriffe einzubauen. Es gehe auch darum, den Schülern die ganz normalen Dinge des Alltags beizubringen. Immerhin ziehen demnächst hier Mädchen und Jungen mit Behinderungen ein, der sonderpädagogische Förderschwerpunkt des Hauses liegt auf der geistigen Entwicklung.

Die Unterrichtsräume sind hell und freundlich. Quelle: Marco Paetzel

Gestern besichtigte der Landrat mit Bildungsdezernent Matthias Kahl und Mitarbeitern der Kreisverwaltung den Neubau. Die Räume sind hell und freundlich, allerdings bohren, sägen und hämmern Arbeiter noch überall im Haus. „Ab Montag sollen die Schüler aber einziehen“, erklärt Michael Kothera. Der Schulbetrieb in dem Gebäude schräg gegenüber der Bibliothek findet künftig auf zwei Etagen in zwölf Klassenräumen mit jeweils 63 Quadratmetern, vier Fachunterrichtsräumen, Gruppen-, Therapie- und Pflegeräumen und einem Multifunktionsraum mit 190 Quadratmetern – hier kann etwa auch Gymnastik gemacht werden – statt. Die Klassenräume sind für bis zu zehn Schüler ausgelegt, es gibt Smartboards und Einbauschränke, die als Tafel genutzt werden können. Es gibt auch je einen zweiten Raum, in dem gekocht werden kann.

Rund 7,5 Millionen Euro hat der Landkreis für den Schulneubau ausgegeben. Die alte Regenbogenschule in der Fontanesiedlung war in die Jahre gekommen und zu klein geworden, während die Schülerzahlen in den vergangenen Jahren immer mehr gestiegen waren. In den vergangenen Jahren mussten Schüler deshalb auch auf die Schule an den Havelauen in Hennigsdorf ausweichen. Das ist nun vorbei.

Die Schule bietet maximal 132 Schülern Platz. Quelle: Marco Paetzel

Landrat Ludger Weskamp war beim Rundgang durchaus angetan von der neuen Schule. „Sie bietet so viel Platz und Möglichkeiten, wie es in der alten nicht annähernd gegeben war. Die Bedingungen für Schüler, Lehrer, Betreuer und Einzelfallhelfer verbessern sich um ein Vielfaches“, erklärte Weskamp. Es sei ein moderner Schul- und Lebensraum für die Kinder entstanden, der große Chancen zu ihrer Entfaltung biete.

Das weckt Begehrlichkeiten: Es gebe Eltern, die extra wegen des Schulneubaus nach Hennigsdorf ziehen würden. Daher sei es auch schwierig, zu prognostizieren, wielange die Kapazität der Schule – es gibt maximal 132 Plätze – reichen werde. „Wir haben aber nicht knapp gebaut, sondern haben Potenzial. Das Gebäude gibt viel an Platz her, und es gibt Erweiterungsmöglichkeiten am Standort“, sagt Weskamp.

In den ersten Tagen wird noch kein regulärer Unterricht stattfinden, die Kinder räumen die Kisten vom Umzug aus der alten Regenbogenschule aus. Dort lässt die Hennigsdorfer Verwaltung indes einen Hort für Hennigsdorf-Nord bauen.

Von Marco Paetzel

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