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Hennigsdorf: Geld für die Integration

Förderung von Flüchtlingen Hennigsdorf: Geld für die Integration

Bis zu 55 000 Euro will die Stadtverwaltung künftig jedes Jahr für Projekte investieren, die der Integration von Flüchtlingen in der Stadt dienen. Der Landkreis würde auch seinen Teil dazu beitragen und zwischen 25 und 50 Euro für jeden Asylbewerber beisteuern. Eine Bedingung ist, dass die Menschen bei den Projekten mit Hennigsdorfern zu tun haben.

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Projekte für Flüchtlinge, hier eine Fahrradwerkstatt, könnten Stadt und Kreis unterstützten.

Quelle: Foto: Archiv

Hennigsdorf. Egal ob Weltcafé, Fahrradwerkstatt oder Deutschkurse – Geld für Flüchtlingsprojekte wird in Hennigsdorf dringend an vielen Stellen gebraucht. „Wir haben auch schon ein paar Antragssteller“, sagt Jennifer Burczyk, Fachdienstleiterin Familie, Jugend und Integration im Hennigsdorfer Rathaus. Am Dienstagabend stellte sie im Sozialausschuss die neue Förderrichtlinie für Flüchtlingsprojekte vor, um die Menschen besser zu integrieren. Bis zu 55 000 Euro würde die Stadt Hennigsdorf dafür pro Jahr bereitstellen, pro Flüchtling und Jahr kämen vom Landkreis 25 bis 50 dazu – je nachdem, wielange sich der Mensch im Kreis aufhält.

Schon im Juli 2015 hatten die Oberhaveler Kreistagsverordneten diese neue Richtlinie auf Grundlage des Asylbewerberleistungsgesetzes beschlossen. Das Prinzip ist einfach: Wenn die Kommunen Projekte für Flüchtlinge unterstützen, gibt auch die Kreisverwaltung ihren Teil dazu. Die Fördermittel können etwa von Bürgern, Initiativen, Vereinen oder Kirchengemeinden beantragt werden. Die Hennigsdorfer Verwaltung würde jede Einzelmaßnahme mit bis zu 500 Euro fördern. Fallen etwa bei einem Theaterbesuch in Berlin Fahrtkosten oder Eintrittsgelder an, fördert die Stadt jeden Teilnehmer mit maximal zehn Euro – in Ausnahmefällen und bei besonderem Bildungsanspruch aber auch mehr.

„Gilt das dann auch für die Ehrenamtlichen, die die Flüchtlinge eventuell begleiten?“, fragte Michael Mertke (SPD) im Ausschuss. Ja, auch die Helfer werden gefördert, antwortete Jennifer Burczyk. „Diejenigen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren, sollen nicht auch noch ihre Fahrkarte selbst bezahlen müssen.“ Integration könne nur gelingen, wenn die Menschen sich mischen, erklärte die Fachdienstleiterin. Deshalb sei es für die Förderung auch wichtig, dass Geflüchtete mit Hennigsdorfern in Kontakt kommen, zahlenmäßig sollte das Verhältnis bei den Projekten also in etwa ausgeglichen sein.

Gute Aussichten auf die Förderung haben etwa die ehrenamtlichen Deutschkurse der Initiative „Willkommen in Oberhavel“ in Hennigsdorf. Der Kreis habe Unterrichtsmaterialien im vergangenen Jahr finanziert, in diesem Jahr nicht mehr. „Die Dinge müssen jetzt aber weiter finanziert werden, sonst brechen die Kurse zusammen“, so Jennifer Burczyk. Die Ausschussmitglieder empfahlen die Richtlinie, am 6. April entscheiden die Stadtverordneten.

Von Marco Paetzel

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