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Oberhavel Hennigsdorf: Graffiti unter der Brücke
Lokales Oberhavel Hennigsdorf: Graffiti unter der Brücke
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18:00 06.10.2015
Bürgermeister Andreas Schulz (l.) mit Artefx-Mitarbeitern Quelle: Foto: e.Kugler
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Hennigsdorf

Ungestörtes Sprühen war nicht drin. Immer wieder sprachen Passanten die Graffitikünstler der Potsdamer Firma Artefx an und versuchten sich als Muse. „Sonst interessieren unsere Graffiti nur junge Leute, aber hier hat es alle interessiert“, sagt Mario Schuster. Der Chef von Artefx stand gestern vor dem fertigen Werk an der S-Bahn-Brücke in der Hauptstraße, die rund 26 000 Euro teuren Wandbilder stellte er mit Bürgermeister Andreas Schulz vor.

Vier Wochen lang haben bis zu fünf Künstler an den Wandbildern gearbeitet. Auf 266 Quadratmetern sind nun das neue und das alte Hennigsdorf verewigt. Auf dem nördlichen Brückenwiderlager sind es das Wohngebiet Havelpromenade, der Brunnen am Rathenauviertel, der Bahnhof, der Biotechbogen und das Rathaus. Gegenüber sind in Schwarz-Weiß historische Fotos aus dem alten Nieder Neuendorf, vom AEG-Werkseingang, dem alten Bahnhofsvorplatz und dem alten Rathaus auf den Beton der Widerlager gesprüht. „Das sind 266 Quadratmeter Werbefläche für unsere Stadt“, so Andreas Schulz. Neben dem historischen Hennigsdorf sei die Stadt auch als moderner Standort mit Raum für Wirtschaft, Technologie und Familien zu sehen. Vorher waren die Widerlager bunt beschmiert. „Dabei kommen hier täglich tausende Leute vorbei.“

Der Bürgermeister hofft, dass sich illegale Sprüher von dem Kunstwerk fernhalten. Die Chancen dafür stehen gut, sagt Artefx-Chef Schuster. Sprayer würden solche Bilder nicht übersprühen, weil ihre Zeichen auf einem solch großen Werk schlicht nicht genug auffallen würden. Das haben Erfahrungen gezeigt, die das Unternehmen bei Aufträgen in ganz Deutschland gemacht habe.

Die Graffiti sollen etwa 15 Jahre halten und vor äußeren Einflüssen gut geschützt sein. Dazu kommt in den nächsten Tagen eine Schicht Klarlack auf die Motive. Zweimal im Jahr wollen die Künstler aber doch schauen, ob die Bilder in Ordnung sind. „Es kann ja sein, dass sie durch Straßendreck oder Fahrräder kleine Stellen abbekommen“, sagt Ronny Bellovics von Artefx. Ein Vertrag über die Pflege soll noch ausgehandelt werden, vorgesehen sind hier maximal 3000 Euro pro Jahr. Ob die Firma in den kommenden Jahren an einer anderen Stelle in Hennigsdorf anrückt, ist ungewiss. Vorstellen könnte sich Bürgermeister Schulz das auf jeden Fall, die Zusammenarbeit habe sich bewährt. Dass die Brücke in der Feldstraße verschönert wird, sei aber unrealistisch – sie sei einfach zu alt. Artefx-Mann-Ronny Bellovics hielt dagegen: „Es gibt ja noch genug andere graue Flächen in Hennigsdorf.“

Von Marco Paetzel

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