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Oberhavel Hennigsdorf: Halbe Million Euro fürs Internet
Lokales Oberhavel Hennigsdorf: Halbe Million Euro fürs Internet
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00:17 15.02.2016
In jedem Klassenraum der neuen Grundschule soll es Anschlüsse fürs Netz geben. Quelle: Foto: Enrico Kugler
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Hennigsdorf

Ab dem kommenden Schuljahr toben die ersten Kinder durchs Haus. Bis dahin will die Stadtverwaltung die neue, vierte Grundschule auf den neuesten Stand der Technik bringen. Dafür sollen in jedem Raum Telefon- und Internetanschlüsse installiert werden, um etwa digitale Whiteboards – Tafeln mit Internetzugang – oder Computer betreiben zu können. Billig wird das nicht: 410 000 Euro sollen die Maßnahmen kosten.

Bis Anfang des Jahres hatte die Schule, in der bislang die Förderschulen „Schule an den Havelauen“ und „Regenbogenschule“ untergebracht sind, noch dem Landkreis gehört. Die Ausstattung mit Telefon und Internet in dem Räumen sei nur rudimentär, erklärte Angela Minge. „Es muss dort ein strukturiertes Netzwerk eingebaut werden“, sagte sie am Dienstag im Sozialausschuss. Eine Herausforderung sei es, weil parallel zum Ausbau in dem Haus Förderschüler unterrichtet werden. In den Sommerferien wolle man mit der Ausstattung der ersten drei Etagen fertig sein, bis Ende des Jahres sollen auch das dritte und vierte Geschoss – die als Grundschule erst in den folgenden Schuljahren genutzt werden – neu verkabelt sein, so Minge.

Ursel Degner (Linke) fragte, warum man die vorhandenen Leitungen des Kreises nicht mit nutzen könne. Es sei Standard in den Hennigsdorfer Grundschulen, dass alle Räume mit Internet bestückt seien, antwortete Minge. „Jeder Klassenraum hat eine Datenleitung, das wurde bei Sanierungen konsequent umgesetzt.“ Das Netzwerk des Kreises sei nur in den Verwaltungsräumen – etwa Schulleitung und Sekretariat – und im PC-Kabinett des Hauses vorhanden. Das sei aber nicht mehr zeitgemäß, so ließen sich auch keine PC-Kabinette einrichten.

Mittlerweile steht auch fest, dass Alexander Sontner die Leitung der Grundschule übernimmt. Seit 2011 unterrichtete der Berliner an der Löwenberger Grundschule, studiert hat er an der Berliner Humboldt-Uni. Der 40-Jährige ist durchaus telegen: 2015 war er Werbeträger für einen Image-Film, der Lehrer in Brandenburger Schulen locken soll.

Unterdessen gehen auch die Planungen für den Bau der neuen Förderschule am Bahnhof weiter. Die Stadt Hennigsdorf hatte die Schule an den Havelauen vom Kreis bekommen, im Gegenzug bekam der Landkreis das Grundstück gegenüber der Bibliothek. Hier soll bis zum Schuljahr 2018/19 der Neubau der Regenbogen-Förderschule entstehen. Sie soll Platz für maximal zehn Klassen mit 100 Kindern bieten und zweigeschossig sein. Vorgesehen sind neben Unterrichtsräumen, die ihre Fenster zur ruhigen Innenseite des Hofes haben, Räume für Werken, Tonarbeiten oder Kochen. Im zweiten Stock soll es Räume für Logopädie, Ergotherapie, Gymnastik und einen Snoezelraum geben. Auf dem Schulhof sind ein Bolzplatz und ein Grünes Klassenzimmer geplant.

Von Marco Paetzel

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