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Hennigsdorf: Kraftwerk ohne Strom

Wartungsarbeiten im Biomasse-Heizkraftwerk Hennigsdorf: Kraftwerk ohne Strom

Bereits zum siebten Mal, seit der Inbetriebnahme 2010, wird das Hennigsdorfer Biomasse-Heizkraftwerk in dieser Woche für die jährliche Überprüfung und Wartung heruntergefahren und vom Netz genommen. Insgesamt zwölf Fachfirmen seien an der diesjährigen Anlagenrevision beteiligt, so Harald Kreibich von den Stadtwerken.

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Das Biomasse-Heizkraftwerk in Hennigsdorf

Quelle: Foto: Stadtwerke

Hennigsdorf. Bereits zum siebten Mal, seit der Inbetriebnahme 2010, wird das Hennigsdorfer Biomasse-Heizkraftwerk in dieser Woche für die jährliche Überprüfung und Wartung heruntergefahren und vom Netz genommen.

Insgesamt zwölf Fachfirmen seien an der diesjährigen Anlagenrevision beteiligt, so Harald Kreibich von den Stadtwerken. „Es ist eine Generalreparatur, bei der sowohl Verschleißteile ausgetauscht werden, als auch prophylaktisch gearbeitet wird.“ Besonders die sogenannte Feuerungsstrecke wird in dem Kraftwerk beansprucht, das mit waldfrischen Holzhackschnitzeln befeuert wird. Die Wartungsarbeiten umfassen neben der Inspektion der Anlage auch die Reinigung des gesamten Rauchgasweges vom Feuerraum bis zum Elektrofilter, so Kreibich. Zudem werden die hydraulischen Anlagen zur Brennstoffbeschickung überprüft.

„Der kontinuierliche, sichere Betrieb des Biomasse-Heizkraftwerkes sorgt dafür, dass wir unsere Kunden mit einem – auch bundesweit überdurchschnittlich – hohen Anteil an klimaneutraler Wärme versorgen können“, erläutert Thomas Bethke, Geschäftsführer der Stadtwerke Hennigsdorf, deren Tochterunternehmen, die Kraftwerks- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH (KPG) das Kraftwerk betreibt.

Im vergangenen Betriebsjahr wurden neben 17 Millionen Kilowattstunden Strom auch 69 Millionen Kilowattstunden Wärme erzeugt. Somit liefert das Biomasse-Heizkraftwerk rund die Hälfte der Fernwärme für die Stadt, produziert aus regenerativen Rohstoffen.

Um die Gesamtklimabilanz nicht zu gefährden, werden die jährlich benötigten 110 000 Kubikmeter Holzhackschnitzel, das entspricht einer Waldfläche von 7000 Hektar, aus der Region bezogen. Langfristige Verträge mit Zulieferern wurden abgeschlossen, so Kreibich. Zunehmend werden auch schnellwachsende Hölzer, wie Pappeln und Weiden angebaut, um sie nach fünf Jahren zu ernten, zu Holzhackschnitzeln zu verarbeiten und als Biomassebrennstoff zu nutzen.

9500 Haushalte, 35 kommunale Einrichtungen und 54 gewerbliche Kunden werden von den Stadtwerken Hennigsdorf mit ihrem 48 Kilometer langen Leitungsnetz mit Fernwärme beliefert.

Von Ulrike Gawande

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