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Oberhavel Hennigsdorf: Radlerbrücke wird nicht gebaut
Lokales Oberhavel Hennigsdorf: Radlerbrücke wird nicht gebaut
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19:40 25.02.2016
Die alte Brücke in Nieder Neuendorf muss ersetzt werden. Eine Extra-Brücke für Radfahrer wird es aber nicht geben. Quelle: Marco Paetzel
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Nieder Neuendorf

Eine Brücke nur für Radfahrer wird es in Nieder Neuendorf nicht geben. Gegen diesen Vorschlag der Stadtverwaltung stimmten die Stadtverordneten am Mittwochabend denkbar knapp. Das Projekt scheiterte nur, weil Michael Mertke sich enthielt, und Dennis Lange (beide SPD) sogar gegen das Projekt stimmte.

Ansonsten stimmte die Koalition aus SPD und Grünen – die normalerweise die Mehrheit hätte – für den Bau der rund 300 000 Euro teuren Radlerbrücke, die vor allem für Nutzer des Radfernweges interessant gewesen wäre. Sie sollte eine Ergänzung zur großen Brücke sein, die ohnehin neu gebaut wird. Mertke und Lange waren bei der Abstimmung das berühmte Zünglein an der Waage. „Eine solche Ausgabe nur für den Radtourismus finde ich zu hoch, das müsste man durch Gebührenerhöhungen wieder reinholen“, so Dennis Lange (SPD) nach seiner Entscheidung. Die Abstimmung löste Verwunderung aus, Stadtverordnetenvorsteher Thomas Günther musste die Sitzung gar für fünf Minuten unterbrechen. Offenbar hatte man bei SPD/Grünen nicht damit gerechnet, überstimmt zu werden. Doch neben Mertke und Lange hatten auch CDU/FDP, Linke, Bürgerbündnis, Unabhängige und Uwe Goßlau (parteilos) gegen den Bau der Radlerbrücke gestimmt. „Wir können uns diese Luxusbrücke nicht leisten“, so Ursel Degner (Linke). Sie verwies darauf, dass die Haushaltslage angespannt sei und man sparen müsse. Udo Buchholz (SPD) hielt dagegen, dass die Radlerbrücke ein Bauwerk für die nächsten 50,60 Jahre sei und für Hennigsdorf für den Radverkehr attraktiver machen würde. Zudem, so Buchholz, könne die Stadt ja eventuell von Fördermitteln profitieren. Doch es half nichts, die Radlerbrücke wird nicht gebaut.

Fest steht aber, dass die bisherige Brücke, Baujahr 1953, ersetzt werden muss. Drei Varianten waren im Gespräch. Die Erste: Radler und Fußgänger müssen sich die Wege am Rand der Brücke teilen. Die zweite Variante ist, dass die Brücke zwei Meter breiter samt Geh-&Radweg gebaut würde. Diese Variante würde die Stadt etwa 1,7 Millionen Euro kosten. Die dritte Variante der Radfahrerbrücke neben einer neuen „Hauptbrücke“ ist nun vom Tisch.

Abgelehnt wurde auch der Vorschlag der Linken, die erste Variante zu bauen, bei der alle Verkehrsteilnehmer sich eine Brücke teilen. Die breitere Brücken-Variante dagegen für 1,7 Millionen Euro dürfte zu teuer sein. Am wahrscheinlichsten scheint, dass sich die Stadtverordneten nun doch für die erste, kostenlose Minimal-Variante entscheiden könnten. Dann trägt das Wasser-und Schifffahrtsamt die Baukosten.

Von Marco Paetzel

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