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Hennigsdorf: Schulen bestreiten Drogenproblem

Cannabis beim Lernen Hennigsdorf: Schulen bestreiten Drogenproblem

Massiven Konsum von Cannabis und Amphetaminen gibt es offenbar nur an der Hennigsdorfer Schweitzer-Oberschule. Dort wurden kürzlich 21 Schüler erwischt, die in Drogengeschäfte verwickelt waren. Andere Schulleiter und die Polizei in Hennigsdorf sehen kein großes Problem in den Einrichtungen.

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Cannabis und Amphetamine gingen an der Schweitzerschule um.

Quelle: dpa

Hennigsdorf. Insgesamt 21 Teenager der Hennigsdorfer Schweitzer-Oberschule sollen Amphetamine oder Cannabis konsumiert, fünf von ihnen sogar gedealt haben. Schulleiterin Yvonne Waltenberger behauptet, das Problem gebe es an allen Hennigsdorfer Schulen (MAZ berichtete).

Bei anderen Schulleitern kommt diese Behauptung nicht gut an. „Das kann man so pauschal nicht stehenlassen“, so Marion Reuß, kommissarische Leiterin der Fontanegrundschule. In ihren 18 Jahren an der Grundschule habe es noch nie Probleme mit Drogen gegeben. „Ich will aber nicht ausschließen, dass unsere älteren Schüler legale Drogen wie Nikotin oder Koffein probieren. Was außerhalb der Schule passiert, bleibt uns verborgen“, so Reuß. Ihr Kollege Jürgen Schulze, Direktor der Grundschule Nord, pflichtet ihr bei. „Wir haben noch keinen erwischt, der so aussah als hätte er Drogen genommen.“ Dass Schüler aber in der 5. und 6. Klasse schon mit Drogen in Kontakt gekommen sein könnten, könne der Direktor nicht ausschließen. „Aber von Schülern, Lehrern oder Eltern kam noch nie ein Hinweis“, so Schulze.

Einige Schulen behandeln das Thema Drogen im Unterricht

Uwe Mirau, Leiter des Puschkin-Gymnasiums, hatte vor Jahren Probleme mit Cannabis an seiner Schule. „Aber gemeinsam mit dem Jugendamt und der Polizei haben wir das gelöst“, so Mirau. Aktuell gebe es aber keine Probleme mit Drogen an dem Gymnasium, zumindest nicht auf dem Schulgelände. „Die Schüler der Sekundarstufe II können das Schulgelände ja verlassen. Was da passiert, weiß ich nicht“, sagt der Schulleiter.

Frank Hering, Leiter der Diesterwegschule sagt hingegen, keine Schule könne pauschal ausschließen, dass Schüler Drogen nehmen. „Ich lege meine Hand auch nicht dafür ins Feuer, dass bei uns nicht gedealt oder konsumiert wird“, sagt Frank Hering. Im vergangenen Schuljahr habe es hin und wieder einen Verdacht gegeben, am Ende habe man bei den Schülern aber keine Drogen gefunden. Die Schule setzt – wie die anderen Einrichtungen – auf Aufklärung in Fächer wie Biologie und LER sowie auf Projekte und Exkursionen. Am kommenden Montag etwa fahren Siebtklässler der Oberschule nach Berlin, wo sie einen interaktiven Mitmachparcours zur Suchtprävention absolvieren sollen.

Kritik am Vorsitzenden der Grünen

Zudem arbeiten alle Schulen eng mit der Polizei zusammen, was die Drogenthematik angeht, erklärt Stefan Boye, Leiter der Hennigsdorfer Polizeiwache. Für jede Schule gebe es einen zuständigen Beamten, der Austausch mit den Lehrkräften funktioniere in der Regel gut. Turnusmäßig würden die Beamten an den Schulen und im Umfeld vorbeischauen, zudem gingen sie Hinweisen nach. Es gebe an den Schulen aber kein massives Drogenproblem, stellt Stefan Boye klar. Er kritisiert aber, dass gesellschaftlich eher locker mit dem Thema Cannabis umgegangen werde. „Da nenne ich nur Cem Özdemir von den Grünen, der vor einer Hanfpflanze posiert“, so Boye. Über Orte, an denen in der Stadt gedealt wird, will er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sprechen. „Wenn wir so einen Ort kennen, dann reagieren wir auch“, sagt Boye..

Von Marco Paetzel

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