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Hennigsdorf: Werbeoffensive für die Feuerwehr

Mitglieder gesucht Hennigsdorf: Werbeoffensive für die Feuerwehr

Die Hennigsdorfer Feuerwehr wirbt mit einer aufwendigen Kampagne um neue Mitglieder. Werbeplakate, die Mitglieder beim Einsatz zeigen, hängen in Bushaltestellen. Auch auf den Einsatzfahrzeugen der Wehr sind die Motive zu sehen. Auch im Internet, in Bussen, auf Tassen und mit einer Broschüre wirbt die Hennigsdorfer Feuerwehr um neue Mitglieder

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Stadtbrandmeister Frank Dobratz (l.) und sein Stellvertreter Bernhard Witt stellten die Kampagne der Feuerwehr vor.

Quelle: Foto: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Acht neuen Mitgliedern durfte Frank Dobratz schon die Hand schültteln. „Die sind durch unsere Werbung aufmerksam geworden“, sagt Hennigsdorfs Stadtbrandmeister. Seit Juni 2015 hängen 70 Plakate an Bushaltestellen im Hennigsdorfer Stadtgebiet, ab heute werden sie durch drei neue Motive ersetzt. Die Fotos zeigen allesamt Mitglieder der Hennigsdorfer Wehr beim Löschen und Retten, Rauch und verrußte Gesichter inklusive. Dazu gibt die Slogans „Unseren zweiten Job machen wir freiwillig!“, „Wir sind da, wenn es brenzlig wird“ und „Wir schultern die Verantwortung jederzeit.“

Sieben Feuerwehrleute hatten sich dafür im vergangenen Jahr vor die Kamera des Oranienburger Fotografen Frank Liebke gestellt, entstanden sind die Fotos auf dem Übungsplatz der Wehr und in der Albert-Schweitzer-Schule. „Wir sind dankbar, dass sie sich vor die Kamera gestellt haben, das macht nicht jeder“, so Frank Dobratz. Die Motive werden nicht nur an Bushaltestellen zu sehen sein. Auch an den Einsatzfahrzeugen der Hennigsdorfer Wehr sind die großformatigen Einsatzmotive samt Slogans zu sehen, zudem sollen sie in Bussen aller wichtigen Linien in Hennigsdorf präsent sein. Ein Bus der OVG hat eines der Motive sogar großformatig auf dem Heck. Außerdem bieten mittlerweile 13 Bäckereien – eine davon in Eichstädt, der Rest in Hennigsdorf – ihren Kunden Kaffee in Tassen mit den Feuerwehrmotiven an.

„112 Prozent Feuerwehr Hennigsdorf“ heißt diese groß angelegte Kampagne, die vor allem informieren soll. Rund 20 000 Euro hat die Stadt bislang darin investiert. Gut angelegtes Geld, sagt Frank Dobratz. „Viele Leute denken, wir sind eine hauptberufliche Feuerwehr. Und nicht alle wissen, dass wir neue Mitglieder suchen“, erklärt der Stadbrandmeister. Außerdem gebe es in Hennigsdorf - im Vergleich zu kleineren Orten - viele Vereine und andere Freizeitmöglichkeiten. Da müssen sich die Feuerwehr angemessen präsentieren. Auch im Sozialen Netzwerk Facebook will die Feuerwehr künftig mit den Motiven verstärkt werben, hier sollen vor allem jene Mitglieder vorgestellt werden, die beim Fotoshooting mitgemacht haben. Auch eine Homepage – www.112prozent.info – und eine Broschüre mit Geschichte und Fakten zur Hennigsdorfer Feuerwehr gibt es mittlerweile in der Stadtinformation und auf der Feuerwache.

Frank Dobratz hofft, mit der Kampagne noch viel mehr Leute für die Wehr zu begeistern. Immerhin sind die acht Neuen Quereinsteiger und müssten erst ausgebildet werden. „In etwa einem Jahr könnten sie dann an Einsätzen teilnehmen“, so Dobratz. Ziel sei es, so viele Mitglieder zu gewinnen, dass jedes Einsatzfahrzeug doppelt besetzt wäre. So könnte man Ausfälle, etwa durch Beruf oder Krankheit, besser kompensieren. Momentan hat die Hennigsdorfer Wehr 61 aktive Mitglieder.Gerade tagsüber werde es bei Einsätzen manchmal eng, weil viele Feuerwehrleute in Berlin arbeiten. „Aber diese Probleme haben alle Feuerwehren im Kreis und im Land“, erklärt Frank Dobratz.
Angesprochen werden die Feuerwehrleute in diesen Tagen oft auf rechtsextreme Entgleistungen außerhalb der Stadt. Berufsfeuerwehr-Anwärter sollen etwa auf einer Party an der Landesfeuerschule in Eisenhüttenstadt Ende August 2015 „Sieg Heil“ gebrüllt haben. Eine Gewissensprüfung sei bei der Wehr aber nicht vorgesehen, sagt Frank Dobratz. Neue Mitglieder dürften nicht vorbestraft sein und müssten ein einwandfreies Führungszeugnis haben. Zudem hätten politische Aktivitäten bei der Feuerwehr nichts verloren.

Von Marco Paetzel

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