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Oberhavel Beschlossene Sache: Hennigsdorf bekommt ein Stadtbad
Lokales Oberhavel Beschlossene Sache: Hennigsdorf bekommt ein Stadtbad
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00:20 08.12.2018
Es wird ein neues Bad für Hennigsdorf geplant. Quelle: Foto: Enrico Kugler
Hennigsdorf

Die Stadtverordneten haben auf ihrer Sitzung am Mittwochabend den Weg frei gemacht für den Bau eines neuen Stadtbades. Es gab eine Mehrheit, bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. Bis zu 25 Millionen Euro soll das Bauwerk kosten, das auf dem Gelände des Alten Gymnasiums entstehen soll. Der anvisierte Eröffnungstermin liegt im Herbst 2023. Die Halle soll sich an den Mindestanforderungen für Schulschwimmen, Vereinsschwimmen und gesundheitsfördernde Angebote orientieren. Herzstück des Bades wird ein 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen, dazu kommt ein Multifunktionsbecken und ein Bewegungsbecken für Nichtschwimmer. Saunen und Rutschen sind aus Kostengründen zunächst nicht vorgesehen, könnten aber – so sieht es der Grundsatzbeschluss vor – bei besserer Haushaltslage durchaus in einigen Jahren in modularer Bauweise nachgerüstet werden.

Kritik: Ohne Sauna und Rutschen

Doch daran gab es Kritik. Die Grünen brachten am Mittwoch einen Änderungsantrag ein, laut dem es im Bad wenigstens eine kleine Sauna für zehn Personen geben solle. Die Verwaltung erklärte, eine solche Sauna bedeute zusätzlichen planerischen, technischen, funktionalen, personellen und räumlichen Bedarf und führe dazu, dass der Kostenrahmen von 25 Millionen Euro nicht eingehalten werden könne. Grünen-Chefin Petra-Röthe Habeck hakte nach: „Wir können uns nicht vorstellen, dass das so stark zu Buche schlägt.“ Auch Lutz-Peter Schönrock (Unabhängige) zeigte sich enttäuscht: „Man kann Hennigsdorfer, die jahrelang die Sauna aufgesucht haben, nicht außen vorlassen.“ SPD-Fraktionschef Udo Buchholz erklärte, man müsse schnell eine Möglichkeit finden, die Sauna anzubauen. „Wir werden die Saunagänger nicht vergessen!“ Ursel Degner (Linke) erklärte, man könne ja prüfen, ob nicht die Sauna im alten Bad so lange genutzt werden könne, bis es eine neue gebe. Der Vorschlag der Grünen fand am Ende keine Mehrheit, das Bad wird nun vorerst ohne Sauna geplant.

Das neue Bad soll 25 Millionen kosten

Ob die Kosten sich tatsächlich im Rahmen von 25 Millionen Euro bewegen, vermag heute niemand zu sagen. Unter anderem ist dafür die große Auslastung in der Baubranche verantwortlich, die jährlich für steigende Preise sorgt. Ungewiss ist auch die Frage, ob beim Bau eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent fällig wird. Es wird beim Stadtbad-Projekt in der Planungsphase Abbruchkriterien geben, bei denen die Stadtverordneten das Projekt stoppen können. Spätestens im Oktober 2020 werden die Stadtverordneten endgültig entscheiden, ob ein neues Stadtbad gebaut wird.

Altes Puschkin Gymnasium in Hennigsdorf: Auf dem Gelände dahinter soll das Bad entstehen. Quelle: MAZ

Die ursprünglichen Planungen für den Bau – samt Sauna – wurden im April abgebrochen, das Bad hätte bis zu 38,3 Millionen Euro gekostet. 3,58 Millionen Euro hat das Projekt allerdings bereits gekostet.

Von Marco Paetzel

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