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Oberhavel Hennigsdorf und Velten wachsen
Lokales Oberhavel Hennigsdorf und Velten wachsen
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12:39 23.02.2016
Der Konzern NCC baut derzeit Häuser in Nieder Neuendorf, 74 Eigenheime sollen entstehen. Quelle: Robert Roeske
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Hennigsdorf/  Velten

Mit Hochdruck arbeitet die Hennigsdorfer Verwaltung daran, dass die neue, vierte Grundschule nach den Sommerferien eröffnet werden kann. Rund 400 000 Euro sollen in die Ausstattung mit Internet- und Telefonanschlüssen investiert werden, wenn die Stadtverordneten den Plänen bei ihrer morgigen Sitzung zustimmen. Hennigsdorf muss immer mehr Kinder beschulen, mehr als 3600 Schüler besuchen städtische Einrichtungen. Dazu kommen rund 1500 Kitakinder. Eine erfreuliche Entwicklung, die allerdings auch die klammen Stadtkassen belastet: Etwa 14 Millionen Euro hat die Stadt seit 2014 für die Erweiterung von Kitas und Schulen ausgegeben.

Das Geburtenlevel bleibt konstant hoch. Nach aktuellen Zahlen des Hennigsdorfer Einwohnermeldeamtes gab es im vergangenen Jahr 250 Geburten. Zum Vergleich: Seit 2010 bewegte sich das Geburtenrate um die 225 Kinder pro Jahr. Auch die Gesamtbevölkerung ist im Jahr 2015 stark gewachsen. Knapp 26 600 Einwohner hatte Hennigsdorf Ende vergangenen Jahres, das sind fast 700 mehr als Ende 2014. Damit hat die Stadt nicht nur die 26 000-Einwohner-Marke geknackt, die sie in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr erreichen konnte, sondern auch einen neuen Einwohnerrekord aufgestellt. Noch nie nach der Wende lebten so viele Menschen in der Stahlstadt. Die bislang höchste Einwohnerzahl überhaupt hatte Hennigsdorf aber 1981 mit rund 27 660 Einwohnern.

Der aktuelle Bevölkerungszuwachs lässt sich vor allem damit erklären, dass viele Menschen nach Hennigsdorf ziehen. Im Jahr 2015 verzeichnete die Stadt knapp 2000 Zuzüge. Das übersteigt die Zahl der Wegzüge etwa um 500. Ein Wermutstropfen: Die Zahl der Sterbefälle rangierte im vergangenen Jahr bei 390, das sind knapp 40 mehr als noch 2014.

Die Zahl der Flüchtlinge indes steigt in diesem Jahr. Aktuell leben fast 500 Flüchtlinge in Stolpe-Süd in der Gemeinschaftsunterkunft, rund 130 weitere in Wohnungen. In diesem Jahr soll das sechste Haus in der Gemeinschaftsunterkunft Stolpe-Süd weitere 156 Menschen aufnehmen.

Auch in der Nachbarstadt Velten wächst die Bevölkerung, weil vor allem Leute in die Ofenstadt ziehen. Im Jahr 2015 zogen 892 Menschen nach Velten, 725 haben die Stadt verlassen. Damit leben aktuell rund 12140 Menschen in Velten – also fast so viele wie im Rekordjahr 1997 mit damals rund 12 160 Bürgern. Dabei sterben mehr Einwohner als Babys geboren werden: 2015 gab es 98 Geburten, aber auch 138 Sterbefälle zu verzeichnen.

Der Boom in Velten dürfte anhalten. Bis 2030 wird die Ofenstadt laut Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) nochmals um knapp 1000 Einwohner wachsen. „Damit wird Velten seit 2013 ein Wachstum um 9,5 Prozent und der stärkste Zuwachs im gesamten Landkreis prognostiziert“, sagte Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner kürzlich in der Stadtverordnetenversammlung. Im Landesvergleich liegt die Ofenstadt mit ihrem relativen Zuwachs auf dem neunten Rang der Städte in der Mark. Demnächst könnte Velten noch mal um rund 360 Menschen wachsen, wenn der Kreis entscheidet, wohin das Flüchtlingsheim kommen soll. Der ehemalige Götzenbaumarkt war eine Option für den Kreis, allerdings zieht dort nun der Werkzeughandel Deeg ein.

Von Marco Paetzel

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