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Hennigsdorf will Titel nicht verteidigen

Familienfreundliche Kommune Hennigsdorf will Titel nicht verteidigen

Insgesamt 17 Maßnahmen mussten und müssen im Rahmen des Auditierungsprogrammes „Familienfreundliche Kommune“ umgesetzt werden, seit 2013 trägt Hennigsdorf als erste ostdeutsche Stadt diesen Titel. Doch die Hennigsdorfer Verwaltung sieht wenig Sinn darin, diesen Titel zu verteidigen. Vielmehr gelte es, Maßnahmen umzusetzen.

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Quelle: Hajo Eckert

Hennigsdorf. Anfang Dezember wurde Hennigsdorf zusammen mit Cottbus zum Sieger des Landeswettbewerbs „Familien- und kinderfreundliche Gemeinde 2015“ gekürt, rund 23 000 Euro flossen in die klammen Kassen der Stahlstadt. Mit der Auszeichnung von Familienministerin Diana Golze (Linke) ernteten die Hennigsdorfer die Früchte ihres Auditierungsprogrammes, als erste ostdeutsche Stadt trägt die Stadt seit Juni 2013 den Titel „Familienfreundliche Kommune”. Insgesamt 17 Projekte wurden und werden umgesetzt, damit sich vom Baby bis zum Senior alle wohl fühlen.

Die Verwaltung schlägt den Stadtverordneten nun vor, dass die Stadt sich nicht erneut auditieren – also überprüfen – lässt, den Titel „Familienfreundliche Kommune” wäre sie damit demnächst los. „Wir wollten ja nie dieses Prädikat dauerhaft verteidigen, sondern die Familienpolitik der Stadt langfristig und nachhaltig ausrichten“, erklärte Hennigsdorfs stellvertretender Bürgermeister Martin Witt am Dienstag im Sozialausschuss. Er glaube, dass die Verwaltung mit der Umsetzung und Fortführung der 17 Projekte genug zu tun habe.

Diese Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit werde man aber auf jeden Fall weiter im Auge behalten, stellte Witt klar. Auch die Steuerungsgruppe für die Projekte solle erhalten bleiben, zudem solle es weiter Berichte zum Fortschritt geben. Es werde auch weiterhin Veranstaltungen wie den Familientag geben, das Pflegenetzwerk für Senioren solle aufrecht erhalten werden. Zudem werde es mehr Angebote der kindergerechten Bildung und Betreuung in Kitas geben. Außerdem sollen auch weiterhin Sozialarbeiter an den Grundschulen arbeiten, eventuell in Zukunft sogar mehr als bisher.

Als wichtigste Maßnahme nannte Martin Witt die Einrichtung eines Familienzentrums, die sich die Stadt vorgenommen hatte. Dazu soll das Jugendförder- und Freizeitzentrum Konradsberg umgebaut werden. Der Jugendclub auf dem 3500 Quadratmeter großen Gelände ist nach rund 20 Jahren angestaubt und vielen Jugendlichen nicht mehr schick genug. Er soll mit neuer Ausstattung aufgepeppt werden. Unter anderem soll auch ein Café entstehen, genau wie eine Gemeinschaftsküche. Nebenan in der Werkstatt sollen Bürger tüfteln können, vom Vogelhäuschen bis zur Fahrradreparatur. Hinter dem linken Gebäude des JFFZ könnte ein Bauspielplatz entstehen, auf dem sich alle Generationen treffen könnten. Auch das Bandhaus soll nach den Plänen der Verwaltung saniert werden. Doch der Umbau wäre teuer: Rund 2,5 Millionen Euro könnte er kosten.

Etwa 1,5 Millionen könnten aus EU-Mitteln kommen, dafür hat sich die Stadt mit Velten und Oberkrämer beim Stadt-Umland-Wettbewerb (SUW) beworben. Sollte es aus diesem Wettbewerb kein Geld für den Umbau des Konradsbergs geben, könnte finanzielle Unterstützung vom Bund kommen. Das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ hält einen Fördertopf von 100 Millionen Euro bereit, Hennigsdorf hat sich mit dem Projekt Familienzentrum beworben.

Von Marco Paetzel

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