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Hennigsdorf 50 Jahre Hort Pfiffikus
Lokales Oberhavel Hennigsdorf 50 Jahre Hort Pfiffikus
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22:39 12.09.2018
50 Jahre Hort Pfiffikus in Hennigsdorf Quelle: Enrico Kugler
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Hennigsdorf

Der heutige Hort Pfiffikus in der Schönwalder Straße in Hennigsdorf hatte schon viele Namen: Gegründet 1968 als Krippe „Brüderchen und Schwesterchen“, zusammen mit dem benachbarten Kindergarten Butzemannhaus. Nach der Wende wurden beide Einrichtungen zur Kita Zwergenland zusammengelegt. 2009 zogen die letzten Kita-Kinder aus und 2010 wurde durch den damaligen Bürgermeister Andreas Schulz der Grundstein für den runden Anbau gelegt. Seit dessen Fertigstellung heißt der Hort auf Wunsch der Kinder Pfiffikus.

50 Jahre Hort Pfiffikus in Hennigsdorf Quelle: Enrico Kugler

Ihm brachten die derzeit 220 Kinder, die die ersten bis vierten Klassen der Fontane-Grundschule besuchen, bei der Feier am Mittwoch zum 50. Geburtstag des Hortes ein fröhliches Ständchen. Sie hatten Mark Fosters Hit „Chöre“ umgedichtet. Während Lasse, Charlotta, Nina, Emma und Jule den Hauptteil sangen, in dem sie ihrem Hort Pfiffikus einen roten Teppich ausrollten, stimmten alle Kinder im Saal in den Refrain mit ein. „Pfiffikus, du bist der Hort für uns und die Kinder singen für dich.“ Jetzt habe sie Gänsehaut, verriet eine Mama im Publikum leise ihrer Sitznachbarin.

50 Jahre Hort Pfiffikus in Hennigsdorf Quelle: Enrico Kugler

Doch kaum war der letzte Ton verklungen, hielt die Kinder nichts mehr auf ihren Plätzen. Fröhlich stürmten sie nach draußen, wo Rollerrutsche, Hüpfburg, Bastelstraße, Experimente und natürlich auch Eis, Zuckerwatte, Würstchen und Obst auf die Kinder warteten. Die Geburtstagsfeier konnte beginnen. Vergessen waren da schon die Geschenke, die Bürgermeister Thomas Günther (SPD) in Form von Karaoke-CDs und Mikrofonen mitgebracht hatte. Er hatte den Kindern in seinem Grußwort verraten, dass er ein Jahr alt gewesen sei, als der heutige Hort Pfiffikus erbaut wurde. Sein eigener Kindergarten habe jedoch dort gestanden, wo heute das Rathaus ist, so Günther.

Bürgermeister Thomas Günther und Hortleiterin Urte Flehmer Quelle: Enrico Kugler

Auch die Kinder selbst gingen auf eine Zeitreise. Die Hortkinder Amelie und Mia präsentierten cool und locker eine Präsentation, in der Fotos und Zeitungsartikel die vergangenen 50 Jahre wieder aufleben ließen. Indianerfeste, Kindertage, Faschings- und Weihnachtsfeiern, Lichterfest und Winterolympiaden ohne Schnee, aber auch ein Ausflug zu den Grenztruppen 1989 oder die Umbauarbeiten in den Jahren 1996 und 1998 – alles durfte Revue passieren. Auch der erste Streik in der Kita 1990 durfte nicht fehlen, auch wenn er damals gerade einmal eine Stunde dauerte. Und natürlich die Mitarbeiter. Ein Personalbild von 1968 weckte Erinnerungen. Damals gab es noch keine Männer, verrieten Amelie und Mia, im Gegensatz zu heute. Gelächter.

50 Jahre Hort Pfiffikus in Hennigsdorf Quelle: Enrico Kugler

Die Kinder hätten viel Spaß an den alten Fotos, weiß auch Hortleiterin Urte Flehmer, die seit 2011 zusammen mit Ingrid Schmökel das Leitungsteam bildet. Überhaupt dürfen die Kinder im Hort Pfiffikus viel mitgestalten und sich einbringen. „Wir gehen viel auf die Wünsche ein, aber nicht alle werden erfüllt.“ So gibt es für die Kinder nach Schulschluss ein breites Angebot, das von der Ton-AG, über Trommeln, Ringen & Raufen, die Streitschlichter bis hin zu einer Linedance-Gruppe reicht.

3. Auszeichnung als „Haus der kleinen Forscher“ Quelle: Enrico Kugler

Bereits zum dritten Mal wurde gestern der Hort als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert. Mit dem Kleine-Helden-Training werden aus den Kindern selbstbewusste Heranwachsende, die bereits nach einem halben Jahr allein den Weg von der Schule zum Hort laufen. Nutzen die Kinder kein Angebot, gibt es für sie einen Werkraum, ein Jungen- und ein Mädchenzimmer sowie den Computerraum, der dreimal pro Woche für 30 Minuten besucht werden darf. So werden sie fit für die Zukunft.

Von Ulrike Gawande

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