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Hennigsdorf Alles neu in der Fontanestraße
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Alles neu in der Fontanestraße
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00:39 20.05.2018
Die Fontanestraße soll von 2020 bis 2022 grundlegend saniert werden. Quelle: Foto: Marco Paetzel
Hennigsdorf

Der Asphalt der Fontanestraße ist sichtlich in die Jahre gekommen. Und er leidet weiter, denn rund 9000 Autos rollen die wichtigste kommunale Hauptverkehrsstraße innerhalb von 24 Stunden entlang. Das ist außerdem laut und nicht ungefährlich. In den Jahren von 2013 bis 2015 gab es insgesamt 162 Unfälle, Schwerpunkte sind der Knotenpunkt Marwitzer Straße, der Abschnitt zwischen Feld- und Forststraße sowie die Knoten Schönwalder Straße und Spandauer Allee. 39-Mal waren dabei außerdem Radler und Fußgänger beteiligt. Sie sind für Autofahrer schwer zu sehen, es fehlen Querungshilfen und abends ist die Straße schlecht beleuchtet. In den Jahren von 2020 bis 2022 soll die 2,3 Kilometer lange Straße nun saniert werden. „Es geht dabei nicht nur um die oberflächliche Erneuerung, sondern auch darum, dass die Leute auch unversehrt die Straße benutzen können“, erklärte Planer Jochen Richard. Etwa ein Dutzend Bürger waren in den Sitzungssaal des Rathauses gekommen, um zu erfahren, wie die Fontanestraße laut einer Machbarkeitsstudie in Zukunft aussehen könnte.

Zwei Varianten wären denkbar

Zwei von vier möglichen Ausbauvarianten würde die Verkehrsbehörde demnach abnicken. Variante 1 würde eine Fahrbahn von 7,50 Meter ansetzen. Diese Fahrbahnbreite soll auch eine spätere Markierung von Schutzstreifen zulassen, die Radler allerdings im Straßenverkehr mitfahren. Außerdem soll der Gehweg mit einem Schild „Radfahrer frei“ auch für Radler nutzbar sein. 156 Parkplätze würden bei dieser Variante am Rande der Fontanestraße für die Autos übrig bleiben.

Kern der zweiten Variante ist vor allem, dass es auf der Fahrbahn beidseitig Schutzstreifen mit einer Breite von 1,50 Metern geben würde, auf denen Radler neben dem Verkehr fahren könnten. Die Fahrbahn soll in dieser Planung dann acht Meter breit werden, von denen noch fünf Meter für die Fahrbahn bleiben würden. Insgesamt 163 Parkplätze würden bei dieser Variante entstehen.

Diskussion um die Breite der Fahrbahn

Der Bürger Hagen Degner sieht bei diesen Varianten vor allem ein Problem in der Tatsache, dass die Radler im fließenden Verkehr mitfahren würden, dafür sei die Straße in der Planung einfach zu schmal angelegt. „In Hennigsdorf ist jede Straße, die angefasst wird, schmaler gemacht.“ So könnten Radler etwa an Autospiegeln hängen bleiben oder vom entgegenkommenden Auto in parkende Fahrzeuge geschubst werden. „Die Masse der Radler wird dann auf dem Bürgersteig fahren, da habe ich dann Unfälle zwischen Radlern und Fußgängern“, so Degner.

Gerlinde Dumke hätte mit den geplanten Fahrbahnbreiten keine Probleme, ein Schutzstreifen für Radler wäre aus ihrer Sicht aber wichtig. „Ich fahre oft bis zum Bahnhof Spandau, da fühle ich mich auf der Fahrbahn mit Schutzstreifen inzwischen ganz sicher.“ Sie merke auch, das Autofahrer sich inzwischen an die Markierungen auf der Fahrbahn gewöhnt hätten und auch Rücksicht nähmen. „Dieser Lernprozess geht weiter. Ich denke aber, Kinder sollten den Gehweg mit dem Rad weiter benutzen können“, so Gerlinde Dumke.

Welche Variante es am Ende wird, müssen demnächst die Stadtverordneten entscheiden. Demnächst sollen sie über einen Gestaltungsbeschluss zur Sanierung der Fontanestraße entscheiden, der die Grundzüge für die Planung festlegt, die dann wiederum vertieft werden soll. Die Wünsche und Sorgen der Bürger sollen dabei berücksichtigt werden. „Das“, sagt Daniel Stenger, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, „könnte aber die Quadratur des Kreises werden.“

Von Marco Paetzel

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