Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Hennigsdorf „An die Fähigkeiten der Schüler glauben“
Lokales Oberhavel Hennigsdorf „An die Fähigkeiten der Schüler glauben“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 28.05.2018
Der Brandenburgische Lehrerinnen- und Lehrerpreis wurde von Ministerpräsident Dietmar Woidke (l.) und Bildungsministerin Britta Ernst (r.) überreicht; an Fabian Metzger. Auch nominiert: an Andrea Schenkwitz (2.v.l.) und Silke Lube (2.v.r.) Quelle: Stefan Blumberg
Potsdam/Hennigsdorf

Sie stechen alle drei auf ihre Art hervor. Und weil sie das tun, wurden sie für den 7. Brandenburgischen Lehrerinnen- und Lehrerpreis nominiert: Andrea Schenkwitz von der Libertasschule Löwenberg, Fabian Metzger vom Alexander-S.-Puschkin-Gymnasium Hennigsdorf und Silke Lube von der Adolph-Diesterweg-Oberschule Hennigsdorf. Von den drei Oberhavel-Nominierten gewann Fabian Metzger den Preis. Übergeben wurde er am Donnerstagabend von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). Aus den 18 Landkreisen waren jeweils drei Kandidaten nominiert worden.

Auszeichnungsveranstaltung in Potsdam

Fabian Metzger strahlte übers ganze Gesicht, als Britta Ernst seinen Namen vorlas. Er ordnete diesen Preis so ein: „Ich sehe diese Ehrung als stellvertretend für alle Kollegen, für die gesamte Schule an.“ Der Pädagoge sagt: „Ich fordere sicherlich viel von den Schülern, aber ich lebe es auch vor. Ich bin offen, ehrlich und direkt. Das erwarte ich auch von den Schülern mir gegenüber.“

Fabian Metzger ist Mathematik- und Physiklehrer. In der Laudatio am Donnerstag hieß es: „Er vereint in sich Lebensfreude und Motivation. Mit seinem guten, praxisorientierten Unterricht begeistert er die Schülerinnen und Schüler, schafft eine hochkonzentrierte, aber trotzdem entspannte Lernatmosphäre und sorgt dafür, das gesamte Potenzial seiner Schülerinnen und Schüler auszuschöpfen und sie auf dem Weg zum Abitur optimal zu begleiten.“ Er habe den Leistungskurs Physik an der Schule etabliert, seine Abiturergebnisse lägen dauerhaft weit über dem Landesdurchschnitt. In Zeiten, in denen viel über das Schulsystem geschimpft wird, sagt Fabian Metzger: „Ich finde, man sollte mehr auf die Schüler achten. Jeder sollte mehr an ihre Fähigkeiten glauben. Gern wird behauptet, die Schüler von heute seien faul. Das stimmt nicht, sie haben es auch nicht leicht. Wichtig ist es, ihnen Respekt und Vertrauen entgegenzubringen.“

„Ich bin froh, dass er bei uns ist

Uwe Mirau, Leiter des Puschkingymnasiums, beschreibt seinen Kollegen als außerordentlich zuverlässigen, positiv denkenden und den Schülern zugewandten Menschen. „Wenn er was sagt, tut er dies auch, dann hat es Hand und Fuß. Die Schüler schlugen ihn vor, er ist ein richtiges Vorbild. Ich bin froh, dass er bei uns ist.“

Andrea Schenkwitz von der Libertasschule Löwenberg war bereits ob ihrer Nominierung stolz und freute sich, genau wie Silke Lube, mit über Fabian Metzger. „Er macht eine tolle Arbeit.“ Andrea Schenkwitz, die in Grieben wohnt, unterrichtet Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Sport. Mit ihrer kompetenten Arbeitsweise begleitete sie Generationen von Mädchen und Jungen beim Schulanfang und ebnete ihnen den Weg, so Britta Ernst. Sie führe ihre Klassen äußerst zuverlässig und bereite sie so auf ein weiteres erfolgreiches schulisches Leben vor. „Andrea Schenkwitz ist der führende Kopf der schulinternen Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Einschulungen, hat das Konzept der Vorschulolympiade erarbeitet und entwickelt die Arbeitsmaterialien für diese innovative und kindgerechte Form der Einschulungsuntersuchung in Zusammenarbeit mit den Kitas im Löwenberger Land. Sie hat die Kooperationsverträge mit den Kitas initiiert und ist als Koordinatorin des Übergangs Kita-Schule stets präsent und aktiv“, hieß es am Donnerstagabend in der Potsdamer Staatskanzlei während der Festveranstaltung. Schulleiter Axel Klicks sagte bereits im Vorfeld über ihre Nominierung: „Das ist ihr Verdienst. Das Endergebnis spielt eigentlich gar keine Rolle. Sie hat über Jahrzehnte eine hervorragende Arbeit geleistet. Und das wird gewürdigt.“

„So eine Kollegin wünscht man sich“

Von den Schülern vorgeschlagen wurde auch Silke Lube von der Hennigsdorfer Adolph-Diesterweg-Oberschule. Sie lehrt Mathematik und Physik. Sie sei bei Problemen immer ansprechbar, agiert schüler- und lösungsorientiert, ist eine engagierte Klassenlehrerin und macht hervorragende Elternarbeit. Seit vielen Jahren unterrichtet Silke Lube mit innovativen und kreativen Ideen fachfremd auch Kunst, kümmert sich äußerst aktiv um die Gestaltung der Schulhäuser und organisiert Kunstprojekte. „Dabei fördert und integriert sie insbesondere Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund.“ Ihr Schulleiter Frank Hering bestätigt, „dass sie stets für die Schüler und die Schule da ist“. Sie initiiere viele Projekte und ziehe sie durch. „Seit Jahren ist sie im fachfremden Kunstunterricht eingesetzt, vermittelt aber fundiertes Wissen.“ Und ihre Tätigkeit als Lehrerrätin übe sie zuverlässig aus. „So eine Kollegin wünscht man sich.“

Zum Lehrerpreis

Die landesweit für den Preis nominierten 45 Lehrerinnen und Lehrer sowie neun Teams unterrichten an 17 Grund-, sechs Förder-, 12 Ober- und zwei Gesamtschulen, an 14 Gymnasien sowie drei Oberstufenzentren (OSZ).

Alle Nominierten waren zur Festveranstaltung am 24. Mai 2018 in die Potsdamer Staatskanzlei eingeladen. Viele von ihnen wurden von ihren Schulleitungen begleitet.

Die 18 Preisträgerinnen und Preisträger wurden erst auf der Festveranstaltung bekannt gegeben.

In Brandenburg werden derzeit etwa 30 000 Schülerinen und Schüler von etwa 18 000 Lehrerinnen und Lehrer unterrichtet.

Dietmar Woidke stuft den „Brandenburgischen Lehrerinnen- und Lehrerpreis als einen der wichtigsten Preise im Land ein. Er lobte die Leidenschaft, die Demut und Kreativität der Lehrer. „Sie sind die Helden unseres Landes. Von Ihnen brauchen wir noch mehr.“

Von Stefan Blumberg

Der neue Spielplatz in der Heimstättensiedlung wurde am Donnerstag feierlich eröffnet. Sechs Monate waren die Arbeiter an dem Platz in der Siedlung, der exakt in deren Zentrum liegt, am Werk. Rund 215 000 Euro kostet das Projekt. Die Spielgeräte sollen an die Vergangenheit der Heimstättensiedlung erinnern.

27.05.2018

Wenn es nach den vorgeschlagenen Maßnahmen im Lärmaktionsplan geht, wird es künftig in vielen wichtigen Straßen Hennigsdorf nachts nur noch eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern geben. So steht es im Entwurf der dritten Stufe des Lärmaktionsplanes, der für mehr Ruhe in der Stadt sorgen soll.

27.05.2018

Weil er nach einem Überholvorgang zu früh einscherte verursachte ein LKW-Fahrer am Donnerstagvormittag auf der A111 bei Hennigsdorf einen Verkehrsunfall mit erheblichen Folgen.

24.05.2018