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Hennigsdorf Rocker sammeln Spenden für Tierschutzverein
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Rocker sammeln Spenden für Tierschutzverein
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00:20 15.08.2018
Frontmann Kata von „Silence is Betrayal“ heizte dem Publikum ein. Insgesamt standen sechs Bands am Sonnabend auf der Bühne. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

Frontmann Kata steht am Rand der Bühne, den linken Arm gen Himmel gereckt. Seine Finger formen den Metalgruß. Passend zum Sound. Die Berliner Band„Silence is Betrayal“ liefert harten Metal, der voll auf den Brustkorb drückt. Der bullige Frontmann grunzt, schreit, die Refrains kommen dann melodischer daher. Und die Festwiese Ruppiner Chaussee füllt sich immer mehr. Wie jedes Jahr bei „Rock am Hafen“. Zum 14. Mal steigt das kleine Festival am Sonnabend, rund 1000 Fans bringen die Festwiese später am Abend endgültig zum Beben.

„Wir sind zufrieden, alles läuft super“, sagt André Meyer von der Hennigsdorfer Musikerinitiative, die das Fest mit rund 30 Helfern wieder auf die Beine gestellt hat. Sechs Bands haben sie nach Hennigsdorf gelotst, Gage gibt es nicht. Das Budget von 8000 Euro geht für Bühne, Technik oder Security drauf. Eintritt nehmen die Organisatoren dagegen wie immer nicht.

Henry Brändel erfüllt sich einen Traum

Derweil machen sich die Musiker von „N.ACTIVE P.“ gerade im Backstage-Zelt warm. Auf dem Tisch stehen O-Saft und Berliner Kindl. Die Band, 1994 in der Hauptstadt gegründet, hat schon in Clubs wie dem Knaack, dem SO36 oder dem Ballhaus Spandau gespielt. Doch Drummer Henry Brändel ist Hennigsdorfer und wollte mit seinen Jungs unbedingt mal in seiner Heimatstadt spielen. „Rock am Hafen“ kennt der 33-Jährige schon, seit es in den 1990er-Jahren beschaulich mit etwa 50 Zuschauern in der Hafenstraße anfing. Auf dem Gelände gab es damals ein Haus für Hennigsdorfer Bands.

Die Zahl der Fans wuchs, auch die Bühnentechnik wurde immer komplexer. Und Henry Brändel wollte nicht mehr nur Zuschauer sein, sondern endlich mal selbst bei diesem Heimspiel auf der Bühne stehen. Also fragte er seine Bandkollegen. „Den Gefallen tun wir ihm jetzt einfach mal“, sagt Sänger Toddy und grinst. Dabei spielen sie eigentlich nicht ohne Gage, eine Aufwandsentschädigung sollte es wenigstens sein. Doch für „Rock am Hafen“ machen Toddy, Schmolli, Yankee und Henry eine Ausnahme. „Es ist toll, dass es das Konzert gibt und Hennigsdorf dadurch mal ein bisschen mediale Aufmerksamkeit bekommt,“ sagt Drummer Henry.

Die 14. Auflage von Rock am Hafen in Hennigsdorf lockte rund 1000 Besucher auf die Festwiese an der Ruppiner Chaussee. Die Hennigsdorfer Musikerinitiative sammelte dort Spenden für Feuerwehr und Tierschutzverein.

Ein wenig abseits der Bühne sitzen Anne Jendrzejska und ihr Kumpel Michael Zühlke auf der Wiese, vor ihnen stehen Bierchen. „Rock am Hafen“ war den Hennigsdorfern bisher immer zu hart, zu laut. „Heute haben wir es einfach mal gewagt“, sagt die junge Frau. Bereut haben sie es nicht. „Es ist toll, dass die Musikerinitiatve so etwas kostenlos für die Bürger auf die Beine stellt, die Stimmung ist auch total friedlich“, sagt Anne Jendrzejska.

Musikerinitiative sammelt Spenden

Dennoch, ganz ohne Probleme ist das Konzert für die Initiative, ein Zusammenschluss von Hennigsdorfer Musikern, nicht zu schultern. Immerhin werden Technik, Security & Co. teurer. Deshalb verkaufte die Initiative T-Shirts mit dem „Rock-am-Hafen“-Logo. Doch der Gewinn geht nicht nur in die Kassen der Initiative: Ein Euro aus jedem Shirt-Verkauf geht zur Hälfte an den Tierschutzverein Oberhavel und an die Freiwillige Feuerwehr Hennigsdorf. „Die helfen uns jedes Jahr mit einem Zelt auf dem Gelände, da wollten wir uns einfach mal bedanken“, so André Meyer. Rund 400 Euro an Spenden kamen für die Initiative zusammen, jeweils rund 50 Euro gingen an Wehr und Tierschützer.

Von Marco Paetzel

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