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Hennigsdorf Dicke Luft: Platzsperrung als großes Ärgernis für Rugbyspieler
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Dicke Luft: Platzsperrung als großes Ärgernis für Rugbyspieler
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17:34 15.03.2019
Der Rasenplatz am Oberstufenzentrum in Hennigsdorf bleibt weiterhin gesperrt. Quelle: Verein
Hennigsdorf

Die Sportanlage des SV Stahl Hennigsdorf am Oberstufenzentrum strahlt momentan im sattesten Grün. Dem ersten Anschein nach ist alles vorbereitet für den ersten Auftritt im Jahr 2019 der Zweitliga-Rugbyspieler des SV Stahl Hennigsdorf am Samstag gegen den Berliner SV 92, doch weit gefehlt, denn die Partie fällt anhand einer Platzsperrung seitens des Landkreises Oberhavel aus. Beim SV Stahl kein neues Thema, doch so langsam aber sicher ist man mit der Geduld und auch den eigenen Nerven am Ende.

„Es ist jedes Jahr das gleiche Dilemma. Wir haben einen Rasenplatz der aussieht wie eine Top-Parkanlage, können diesen aber nicht benutzen. Wir brauchen endlich eine Lösung in dieser Problematik, die uns nun schon seit mehr als zehn Jahren beschäftigt“, so Stahl-Vereinschef Bernd Götze frustriert. „Wir haben mit dem Berliner SV zumindest vereinbart, die Partie zu drehen und spielen in Berlin“, so Rugby-Abteilungsleiter Olaf Laetsch. Doch worin liegt das Problem, wenn der Platz doch scheinbar in einem einwandfreien Zustand ist? Seit 2007 gibt es einen Nutzungsvertrag zwischen der Stadt Hennigsdorf und dem Landkreis Oberhavel, wo die genauen Nutzungszeiten festgeschrieben sind. Die Nutzung des Rasenplatzes für den Vereinssport ist in der Zeit vom 1. November bis 31. März auf wöchentlich 5 Stunden und in der restlichen Zeit auf wöchentlich 15 Stunden begrenzt.

Auch nach der Aufkündigung des Vertrages 2016 seitens der Stadt Hennigsdorf sicherte der Landkreis dem SV Stahl Hennigsdorf die Einhaltung der Nutzungsbedingungen zu.„Und genau darum geht es uns. Wir möchten die Zeiten einhalten die vereinbart sind, nur leider ist der Platz wieder gesperrt, obwohl das Wetter Trainingseinheiten zulässt. Klar hat es geregnet, aber der Platz ist in einem Top-Zustand und wir sind mal wieder der einzige Platz, der gesperrt ist“, ärgert sich Olaf Laetsch. Das Training findet aktuell auf einem kleinen Rasenstück (30 mal 20 Meter) statt, wo 20 Herren und 40 Nachwuchskräfte darauf trainieren. „Wir wollen endlich eine Dauerlösung erzielen, so geht es einfach nicht weiter. Wir sind ein Zweitligist und scheinbar ist das völlig egal. Unsere Trainingsbedingungen entsprechen dem bei weitem nicht. Wir haben Nachwuchsturniere und Spielbetriebe zu absolvieren, ohne jegliches Rasentraining. Das ist aber die Grundvoraussetzung für den Rugbysport“, so Laetsch. Der Abteilungsleiter sieht sich mit seinem Latein auch am Ende, die Spieler werden immer frustrierter. „Alle Plätze sind frei, überall wird gespielt, nur bei uns nicht. Und vor dem 1. April wird das auch nicht anders sein, das geht so nicht mehr“, so Laetsch.

Auch für Vereinschef Bernd Götze ist dieses leidvolle Thema ein Ärgernis. „Wir haben immer mehr das Gefühl, dass wir unerwünschte Gäste sind. Wir wollen aber Partner sein und keine Bittsteller. Es gibt einfach keine Ausweichmöglichkeiten für uns, es muss langfristig was passieren, oder die Rugbyabteilung steht kurz oder lang vor dem Aus, denn so kann es nicht weitergehen, dass wir nur ab und an trainieren können.“

Von Seiten des Landkreises aus ist man sich der Lage bewusst. „Unser Liegenschaftenbereich hat sich der Sachlage angenommen und natürlich wird es auch weiterhin Gespräche mit dem Verein geben, um dort eine vernünftige Lösung zu finden“, so Pressesprecherin Constanze Gatzke.

Von Knut Hagedorn

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