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Hennigsdorf Schuhe aus dem 3D-Drucker
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Schuhe aus dem 3D-Drucker
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17:33 25.07.2018
Florian Reichle zeigt Anke Domscheit-Berg (M.) und Ursel Degner Gegenstände, die ein 3D-Drucker hergestellt hat. Quelle: Bert Wittke
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Hennigsdorf

Vor dem Kauf von Schuhen, die einem gefallen, die Füße scannen, die Daten im Laden hinterlassen und zwei Tage später die absolut passgerechten neuen Treter abholen. Hört sich noch ein wenig utopisch an, wird aber in nicht mehr allzu langer Zeit Realität sein. Bereits jetzt lässt ein großer Sportartikelhersteller massenhaft Schuhsohlen von einem 3D-Drucker produzieren. Die Drucktechnik ist diesbezüglich schon sehr weit und kann bereits ein ganze Menge an Materialsorten verarbeiten. Aber woher weiß die Maschine, was sie wie drucken soll? Da kommt die Firma Trinckle 3D Druck aus Hennigsdorf ins Spiel, die am Mittwoch Besuch hatte. Die Bundestagsabgeordnete der Linken, Anke Domscheit-Berg aus Fürstenberg, machte auf ihrer Sommertour dort Station. Begleitet wurde sie von Ursel Degner, die für die Linke in der Hennigsdorfer Stadtverordnetenversammlung sitzt, und vom Wahlkreismitarbeiter und Kreistagsmitglied der Linken, Ralf Wunderlich.

Das Unternehmen Trinckle 3D Druck ist 2013 gegründet worden und hat seinen Sitz in der Neuendorfstraße in Hennigsdorf. Gründer sind Marlene Vogel und Florian Reichle, beide sind auch als Geschäftsführer tätig, sowie Gunnar Schulze. Diese Führungscrew hat derzeit 15 Leute um sich geschart, alles Softwareingenieure und Softwareentwickler. Wie der Name schon vermuten lässt, erstellen sie die Programme, nach denen die Drucker schließlich arbeiten. Der überwiegende Teil der Aufträge kommt nach den Worten von Florian Reichle momentan noch aus dem Süden Deutschlands. Aber auch die Zahl der Auftraggeber aus dem Ausland wachse stetig. Die Palette an Produkten, die jetzt schon per Drucker hergestellt werden, ist groß und reicht von Schuhsohlen und Fahrzeugarmaturen über Roboter-Greifsysteme und Kupferinduktionsspulen bis hin zu Hülsen für Schminkstifte oder Mundstücke für Saxophone.

Geschäftsführer Florian Reichle ist nicht unzufrieden mit dem Standort der Firma in der alten AEG-Feuerwache in Hennigsdorf. Dazu beigetragen hat mit Sicherheit auch die Tatsache, dass das Unternehmen vor einer Woche endlich einen Internetanschluss über Glasfaserkabel bekommen hat. Der Bürgermeister, so Florian Reichle, habe sich persönlich dafür eingesetzt.

Von Bert Wittke

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