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Hennigsdorf Azubis sind ein Glücksfall
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Azubis sind ein Glücksfall
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17:56 31.08.2018
Maler Robert Fahrenz – hinter ihm die Schutzpatronin seines Handwerks im einstigen Kulturraum. Quelle: Ulrike Gawande
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Hennigsdorf

Im alten Kulturraum im Obergeschoss des Gebäudes der Firma „Maler Hennigsdorf GmbH“, wo früher Skatturniere und Feiern stattgefunden haben, prangt noch die Schutzpatronin der Maler an der Wand. Zum 40. Jubiläum des Betriebes von einem alten Schriftenmaler des Unternehmen gezeichnet. Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen und am 1. September feiert der Betrieb 60-jähriges Bestehen.

Robert Fahrenz ist seit 13 Jahren Geschäftsführer

Der Kulturraum wird gerade entkernt, das Gebäude am Ortseingang von Hennigsdorf soll saniert und vermietet werden. Robert Fahrenz, seit 13 Jahren Geschäftsführer des Betriebes, will mit seinem Büro auf die andere Seite des Hofes ziehen. „Ich brauche nicht so viel Platz“, erklärt der 44-Jährige, der im Wendejahr seine Ausbildung als Maler in dem Betrieb begonnen hatte. 1990 wurde die Firma, die 1958 als Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) gegründet worden war und zu Höchstzeiten 80 Mitarbeiter hatte, in eine GmbH umgewandelt. Die damals noch 30 PGH-Mitarbeiter wurden allesamt Mitgesellschafter der neugegründeten GmbH. Mittlerweile sind alle in Rente gegangen und Fahrenz strebt an, zum Jahresende alleiniger Gesellschafter zu sein.

Gute und schlechte Zeiten liegen hinter dem Betrieb

Doch hinter dem alteingesessenen Unternehmen liegen gute und schlechte Zeiten. Nachdem es nach der Wende hervorragend gelaufen sei, so erinnert sich Fahrenz, seien die Aufträge danach zurückgegangen. 2015 jedoch hatte man die Talsohle erreicht. „Ich bin froh, dass wir wieder in ruhigeren Gewässern unterwegs sind“, ist der 44-Jährige erleichtert, der nach Lehre und Meisterschule auch als Ausbilder bei der INO in Hennigsdorf tätig war, bevor er wieder zum Ausbildungsbetrieb als Meister zurückkehrte, als sein Vater Wolfgang dort Geschäftsführer war.

Ein breites Aufgabenspektrum

Das Aufgabenspektrum für Robert Fahrenz und seine sechs Mitarbeiter sowie zwei Lehrlinge ist vielfältig und reicht von Fassadenarbeiten bis zur Innengestaltung. Auch Fußbodenarbeiten werden ausgeführt. „Wir arbeiten je zu einem Drittel für Hausverwaltungen, private Auftraggeber und Firmen, auch Neu- und Altbauten halten sich die Waage“, so der Malermeister, der an seinem Beruf das Handwerkliche schätzt. „Man kommt irgendwo hin, wo es nicht so schön ist und wenn wir weggehen ist alles ordentlich und schön.“ Die Auftraggeber der Maler Hennigsdorf GmbH kämen aus einem Umkreis von rund 30 Kilometern.

Der Trend geht in diesem Jahr zur Farbe grau

Auch die Umgestaltung der Lidl-Märkte von blau auf grau geht auf das Konto der Fachleute aus Hennigsdorf. „Derzeit sind aber überall sämtliche Graustufen angesagt. Auch glatte Flächen sind im Kommen, weg von der Struktur, teilweise sogar ohne Tapeten.“ Schön sei für seinen Berufsstand, dass Trends nicht mehr solange hielten, verrät Fahrenz verschmitzt lächelnd. Schließlich sichere ihm das Aufträge. Nur an Arbeitskräften mangele es. „Ich bin froh über unsere Azubis, sie sind ein echter Glücksfall.“ Früher seien 20 bis 30 Bewerbungen pro Stelle eingegangen, heute nur noch eine, bedauert Fahrenz das mangelnde Interesse, einen handwerklichen Beruf zu erlernen. „Und ich würde mir einen weiteren Meister an meiner Seite wünschen.“

Weiterer Informationen: www.maler-hennigsdorf.de

Von Ulrike Gawande

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