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Hennigsdorf Eine Schule, viele Abschlüsse
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Eine Schule, viele Abschlüsse
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00:22 03.02.2019
Moritz (l.) und Pascal aus Klasse 12 beschäftigen sich in Informatik mit dem Bau eines Schachcomputers. Quelle: Enrico Kugler
Hennigsdorf

Und dann springt der Schaum aus dem großen Reagenzglas, landet auf dem Tisch im Chemieraum. „Das ist Elefantenzahnpasta“, sagt Ansgar Steinkuhl und grinst. Wasserstoffperoxid, Kaliumiodid, destilliertes Wasser und Spülmittel – das sind die Zutaten, die der 17-Jährige im Reagenzglas zusammengekippt hat. Beim Tag der offenen Tür am Donnerstag war es eine Selbstverständlichkeit, dass Ansgar hilft, sein Eduard-Maurer-Oberstufenzentrum zu präsentieren. „Ich bin gerne hier“, sagt der Hennigsdorfer. Er macht ein normales Abitur, ist in der 11. Jahrgangsstufe.

Das Maurer-Oberstufenzentrum, 1991 gegründet, hat derzeit rund 1400 Schüler und 90 Lehrer. Die jungen Leute können hier verschiedene Abschlüsse machen: Es bietet berufliches Gymnasium, Fachoberschule, Fachschule, Berufsschule, Berufsfachschule und Berufsvorbereitung in einem. „Hier können die Schüler auch ein ganz normales Abitur ablegen“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Thomas Pehle, der beim Tag der offenen Tür auch Fragen beantwortete.

Das Abitur in 13 Jahren

Im Lichthof der Schule tummelten sich die meisten Schüler und Besucher, hier gab es den ganzen Nachmittag lang Programm. Von einer Mini-Kartbahn über Taekwondo bis zu Akrobatik-Vorstellungen. Währenddessen führten Ricardo Peise und Senem Köppen als Schüler-Guides die Besucher durch das mächtige Gebäude an der Berliner Straße. Die beiden sind in der elften Jahrgangsstufe und machen ihr Abitur. Die kleinen Klassen mit etwa 20 Schülern, das Kurssystem außerhalb des Klassenverbands und die netten Lehrer – das seien gute Argumente, auch auf das Oberstufenzentrum zu wechseln. „Gut finden wir auch, dass wir 13. Jahrgangsstufen und damit genug Zeit fürs Abi haben“, sagt Senem Köppen.

Ein Projekt, auf das die Schule besonders stolz ist: Anlässlich des 30. Mauerfall-Jubiläums stellen rund 50 Schüler zweier Kunstkurse eine Ausstellung auf die Beine. Im Bürgerhaus sollen fünf Mauerteile – aus Styropor mit Glasfaserbeschichtung – auf beiden Seiten Geschichten aus dem Leben erzählen, je nach Perspektive aus der Sicht von Ost und West. Von der Musikgeschichte über die Intelligenz bis hin zur Politik. Dafür recherchieren die Schüler in Archiven und sprechen mit Zeitzeugen.

Von Marco Paetzel

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