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Hennigsdorf 20 Jahre Ausländerbeirat
Lokales Oberhavel Hennigsdorf 20 Jahre Ausländerbeirat
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00:25 01.10.2018
Ein Willkommensfest richtete der Beirat mehrmals aus, genau wie den Kulturmarkt in der Diesterwegschule. Quelle: Beirat
Hennigsdorf

Eine Aktion wird sie nie vergessen. Nach einer rassistischen Attacke auf zwei Iraner auf dem Postplatz bildeten die Hennigsdorfer eine Menschenkette vom Postplatz bis zum Asylbewerberheim. „Der Ausländerbeirat hat unseren ausländischen Freunden zusammen mit dem Ratschlag so viel Hilfe und Unterstützung gegeben“, sagt Wera Quoß. Zum 20. Jubiläum des Ausländerbeirats war die langjährige Hennigsdorfer Linken-Stadtverordnete, die 2014 ins sächsische Weinböhla gezogen war, noch einmal zurück nach Hause gekommen. Im Bürgerhaus „Alte Feuerwache“ saßen auch andere ehemalige und aktuelle Mitglieder und Unterstützer des Beirats, genau wie Stadtverordnete, und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Bürgermeister Thomas Günther und Matthias Rink, Sozialdezernent des Kreises.

Im April 1998 beschlossen die Stadtverordneten die Gründung

Mitglied der ersten Stunde beim Ausländerbeirat ist der Ungar Arpad Nagy, der heute Vorsitzender des Gremiums ist. Er erinnerte daran, dass die Stadtverordneten am 22. April 1998 beschlossen, den Beirat ins Leben zu rufen. „Wir waren bis 1998 weitestgehend von der Mitsprache über wichtige Angelegenheiten, die unsere Situation in unserem Wohnort betreffen, ausgeschlossen“, so Nagy. Heute leben etwa 1900 Menschen aus 93 Nationen in der Stadt, der Beirat, der pro Jahr von der Stadt 4250 Euro erhält, ist ein wichtiger Ansprechpartner geworden – unter anderem bei der Suche nach einer Wohnung, Arbeit oder Sprachkursen. Bei der Gründung gab es neun Mitglieder, heute sind es noch fünf. Doch demnächst kommen Showkat Aziz und Mirwais Fakir aus Afghanistan, der junge Syrer Osama Mashnouk und Nicole Becker aus Deutschland dazu.

Einer der Gratulanten war am Freitag Matthias Rink. Er erinnerte daran, dass Hennigsdorf den einzigen Ausländerbeirat Oberhavels habe und generell vorbildlich in Sachen Integration sei. „Ich werde Bürgermeister Steffen Apelt aus meiner Heimatstadt Hohen Neuendorf mal vorbeischicken, hier kann er noch was lernen“, so Rink. Auch Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther dankte dem Gremium. „Sie setzen sich dafür ein, dass ausländische Bürger in unserer Stadt zu Hennigsdorferinnen und Hennigsdorfern werden.“

Von Marco Paetzel

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