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Hennigsdorf 20 Jahre Stahlwerker-Traditionsverein
Lokales Oberhavel Hennigsdorf 20 Jahre Stahlwerker-Traditionsverein
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17:52 08.10.2018
Die Besetzung des Stahlwerkes Hennigsdorf im November 1991 war ein Meilenstein Werksgeschichte. Quelle: Archiv
Hennigsdorf

Als sich die alten Stahlwerker im Oktober 1998 zusammentaten, da nannten sie sich etwas sperrig „Berg- und Hüttenmännischer Tradtionsverein“. „Beim Notartermin in Oranienburg haben sie gedacht, wir sind ein jodelnder Gesangsverein“, erinnert sich der Vorsitzende Roland Köhnke. Die rund 30 Gäste, die zur Jubiläumsfeier am Montag im Clubraum der Hennigsdorfer Wohnungsgenossenschaft, lachten. Heute, 20 Jahre später, heißen sie viel passender Stahlwerkertraditionsverein. Ihre Mission: „Die Geschichte des Stahlwerks soll nicht in Vergessenheit geraten“, erklärt Köhnke. Auch die heutige Stahlwerks-Geschäftsführerin Katja Rex war gekommen, genau wie Hennigsdorfs stellvertretender Bürgermeister Martin Witt.

Stahlwerks-Geschäftsführerin Katja Rex, Vereinschef Roland Köhnke und Martin Witt, stellvertretender Hennigsdorfer Bürgermeister. Quelle: Marco Paetzel

33 Mitglieder hat der Traditionsverein heute, etwa ein Viertel von ihnen hat nach der Wende noch im Stahlwerk gearbeitet. Die Gründungsjahre des Stahlwerks anno 1917 haben die Mitglieder rekonstruiert und im Buch „Seit über 90 Jahren fließt Stahl in Hennigsdorf“ veröffentlicht. Im vergangenen Sommer gab es neben einer Veranstaltung auf dem Riva-Gelände anlässlich des 100. Stahlwerks-Jubiläums eine Ausstellung über die Geschichte des Werkes vor dem Rathaus. Die Fotos stammten aus dem Fundus des Traditionsvereins: Etwa vier Jahre lang sichteten die Mitglieder rund 1700 alte Bilder. Unter anderem waren es Motive von Öfen der Produktion, den Schreibtischen der Verwaltung oder den Zimmern der Lehrlingswohnheime. Die Mitglieder des Traditionsvereines digitalisierten die Bilder seit Anfang 2010. Jedem Foto sollte ein genauer Ort und eine Zeit zugeordnet werden. Keine leichte Aufgabe, denn das Stahlwerk war riesig: Rund 9000 Beschäftigte, etwa 39 Kilometer Schienennetz, zwölf Loks pro Schicht gab es. Die Mitglieder des Vereins holten sich ehemalige Kollegen zur Hilfe. Heute können Besucher des Stadtarchivs die Fotos im System finden.

Für die Zukunft wünscht sich der Verein frisches Blut, die meisten Mitglieder sind weit über 70. Dafür sollen Stahlwerker gewonnen werden, die in den kommenden Jahren in Rente gehen. Der Verein will sie im Werk mit Flyern werben. „Wir hoffen“, so der Vorsitzende Köhnke, „auf weitere interessante 20 Jahre.“

Von Marco Paetzel

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