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Hennigsdorf Arpad Nagy hat Exoten im Kleingarten
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Arpad Nagy hat Exoten im Kleingarten
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17:28 27.07.2018
Eine 1,60 Meter hohe Malvenhecke wächst als Strauch bei Arpad Nagy. Die Samen brachte er einst aus Ungarn mit. Die Pflanzen erfroren mehrfach und trieben immer wieder aus. Quelle: Robert Roeske
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Hennigsdorf

Es war Anfang Juli, ein schöner Sommertag. Eine Gruppe Schweitzerschüler machte auf dem Schulweg vor dem Garten von Arpad Nagy halt, bestaunte das seltsame Bäumchen mit den schlanken Blättern am Zaun. „Sie haben ihre Handys rausgeholt und herausgefunden, welcher Baum es ist“, sagt der Hennigsdorfer. Seitdem hängt ein Zettel am Ast. Die Leute sollen gleich wissen, dass sie da an einem echten Exoten vorbeilaufen. „Persische Seidenakazie“ steht auf dem Blatt. Die Blüten sind an der Spitze blassrosa und verströmen einen süßlichen Duft. Wenn es Nacht wird oder man die Blätter berührt, verschließen sie sich – ganz wie bei einer Mimose.

Die persische Seidenakazie blüht wunderschön. Quelle: Robert Roeske

Vor 14 Jahren hat Arpad Nagy, der Vorsitzende des Hennigsdorfer Ausländerbeirats ist, bei einem Besuch in seiner ungarischen Heimatstadt Sopron die Samen unter einem Akazienbaum gefunden. Er brachte sie mit nach Hennigsdorf, der Baum wuchs aber nur sehr langsam. „Das liegt wohl daran, dass es hier vor allem im Frühjahr nicht so warm ist wie in Ungarn“. Doch der Supersommer ließ die Akazie, die bis zu fünf Meter hoch werden können, endlich erblühen.

Sie ist das Herzstück in Nagys Garten, einer sechs mal 20 Meter großen Parzelle hinter einem Wohnblock Am Waldrand. Jeden Tag verbringt der 63-Jährige hier mehrere Stunden, kann gut abschalten. Sein Lieblingsort. Ein paar Meter weiter wachsen ungarische Paprika neben Chilischoten und Jalapenos. Auch Tomaten, Bohnen und Kräuter zieht der Hennigsdorfer in seinen Beeten. Seine Ernte landet komplett im Kochtopf. Unter anderem für sein leckeres Gulasch, das Nagy immer beim „Kulturmarkt“ im Dezember in der Diesterwegschule kredenzt.

An seinem Garten liebt er aber auch den Austausch mit seinen Nachbarn, die rechts und links ihre Gartenparzellen haben. Auch Gartenzwerge stehen mittlerweile hier. Untypisch für einen Ungarn. „Aber ich lebe ja schon ewig in Hennigsdorf“, sagt Nagy und lacht.

Von Marco Paetzel

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