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Hennigsdorf Bodensanierung auf Schwelgas-Gelände beendet
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Bodensanierung auf Schwelgas-Gelände beendet
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00:24 14.10.2018
Tonnenweise Boden wurden ausgetauscht. Quelle: Paetzel
Hennigsdorf

Die Sanierung des Geländes im Gewerbegebiet Nord 4, auf dem einst die alte Schwelgasanlage qualmte, ist abgeschlossen. Darüber wurden die Mitglieder des Hennigsdorfer Hauptausschusses am Mittwochabend informiert. Rund 12 500 Tonnen Material wurden dem Boden entnommen und ausgetauscht, davon 11 500 Tonnen Erde und 1000 Tonnen Bauschutt. Das Wichtigste: Etwa 14,3 Tonnen krebserregende Schadstoffe, genauer Alkylphenole, wurden im Laufe der Arbeiten entsorgt.

Im sogenannten Wabenverfahren rammten die Spezialisten ein riesiges Rohr in den Boden, um die kontaminierte Erde so an die Oberfläche zu befördern und gegen unbelasteten Boden auszutauschen. Anschließend wurde das Grundwasser auf der Brache etwa drei Monate lang gefiltert. Die Arbeiten auf dem Gelände, das Gewerbegebiet werden soll, sind größtenteils abgeschossen, nur ein Sicherungsbrunnen muss noch zurückgebaut werden. Zudem soll bis 2020 überwacht werden, ob die Schadstoffkonzentration im Boden und für das Grundwasser unbedenklich bleibt. Bislang scheint das gelungen zu sein: Im Bereich der August-Conrad-Straße seien laut dem Abschlussbericht nur noch bis zu fünf Prozent der Schadstoffgehalte von vor der Sanierung nachweisbar.

Jahrzehntelang war es versucht worden: Anfang der 1950er-Jahre bis 1976 wurde hier Braunkohle zur Gasgewinnung verschwelt. Bis zuletzt eine Gefahr für das Trinkwasser im etwa einen Kilometer entfernten Wasserwerk Stolpe: Etwa 24 Tonnen Alkylphenole, potenziell krebserregende Stoffe waren auf dem 18 000 Quadratmeter großen Industriegelände nachweisbar. Im neuen Jahrtausend gab es schon zwei Sanierungen des Bodens, verschwunden waren die Schadstoffe aber noch immer nicht.

Die dritte Sanierung hat nun mehr als 4,1 Millionen Euro gekostet, die Stadt trägt 148 000 Euro davon.

Von Marco Paetzel

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