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Hennigsdorf Bombardier-Chef verlässt das Unternehmen
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00:21 16.06.2018
Standortleiter Rainer Fellenz von Bombardier Hennigsdorf Quelle: Ulrike Gawande
Hennigsdorf

Nach wie vor ist unklar, wie viele Mitarbeiter den Hennigsdorfer Bombardier-Standort verlassen müssen. Einer wird es garantiert tun: Standortleiter Rainer Fellenz wird im Herbst gehen. Darüber informierte das Unternehmen die Mitarbeiter Anfang der Woche per E-Mail. „Er wird Bombardier Transportation auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen“, erklärte Bombardier-Sprecher Jörn Bischoff dazu knapp. Das Unternehmen werde zu gegebener Zeit über eine Nachfolgeregelung informieren. Mehr will der Sprecher zu dem Thema aber nicht sagen.

Betriebsratschef Volkmar Pohl ist gesprächiger, er bedauert den Abgang von Rainer Fellenz, der derzeit krankheitsbedingt fehlt. Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Leitern sei er schon lange Jahre in Hennigsdorf gewesen und habe die Abteilung „Technical Services“ geleitet, bevor Fellenz im Sommer 2017 Chef wurde. „Er ist ein offener Mensch, der gute Ideen hatte, über die man gut sprechen konnte“, erklärte Volkmar Pohl am Mittwoch. Es sei auch deshalb ein Verlust, weil Fellenz das Werk gut kannte. Ob es einen Nachfolger gibt, das weiß Pohl nicht. Er hofft jedoch, dass wieder jemand mit „Stallgeruch“ den Hennigsdorfer Standort leitet. „Wir hoffen, dass jetzt niemand Externes übernimmt, der wieder eine ganz andere Brille auf hat“, so Pohl. Angesichts der geplanten Umstrukturierung – ein Großteil der Produktion könnte demnächst abgewickelt werden – sei es wichtig, auf Schlüsselpositionen Kontinuität zu haben. „Schließlich will man ja das, was man geplant hat, auch wie besprochen umsetzen“, so Pohl. Bei der Belegschaft sorgt der Abgang von Fellenz nicht für Panik. „Wir sind schon etwas abgestumpft bei solchen Wechseln, die beiden Vorgänger waren ja auch nicht lange da“, sagt ein junger Mitarbeiter aus dem Engineering, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will.

Für Ende Juni rechnet der Betriebsratschef damit, dass das Unternehmen bekanntgibt, wie viele Mitarbeiter gehen müssen. Im Raum standen zuletzt 400 bis 500 Jobs, vor allem in der Produktion, die größtenteils nach Bautzen verlagert werden soll. Wenn die Zahl feststeht, könne es ein Freiwilligenprogramm geben, bei dem Mitarbeiter aus freien Stücken das Unternehmen verlassen können – etwa gegen eine „Rentenbrücke“ oder eine Abfindung.

Von Marco Paetzel

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