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Hennigsdorf Eine Eislaufbahn für die Stahlstadt
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Eine Eislaufbahn für die Stahlstadt
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00:22 15.02.2019
Eine Eisbahn wünscht sich ein Bürger. Quelle: dpa
Hennigsdorf

Genau 115 Vorschläge haben Hennigsdorfer bis Dienstag für den Bürgerhaushalt gemacht. Sie reichen von öffentlichen Fahrradpumpen und einer Stromtankstelle über ein veganes Restaurant bis zu Liegestühlen auf einer Grünfläche oder einer Uhr auf dem Havelplatz. Einige der Vorschläge sind besonders kreativ, andere scheinen sehr nützlich zu sein.

In erstere Kategorie fällt der Vorschlag eines Bürger, im Winter eine Eislaufbahn zu öffnen. „Ideal wäre dafür doch die Wiese, wo auch Rock am Hafen stattfindet oder am Hafen, wo das Havelspektakel stattfindet“, so der Bürger. Der Eintritt könnte etwa drei Euro betragen, Schlittschuhe könnten nach Vorstellungen des Bürgers vor Ort geliehen werden.

Hier wünscht sich ein Hennigsdorfer einen Zebrastreifen. Quelle: Marco Paetzel

Ein anderer Hennigsdorfer wünscht sich Zebrastreifen oder Fußgängerampel für die Kreuzung Berliner/Ecke Kirchstraße. „Ich beobachte regelmäßig, dass die Schüler in Gruppen über die Straße laufen, ohne nach dem Verkehr zu schauen und so die Fahrzeuge zur Vollbremsung zwingen“, so der Hennigsdorfer. Er sieht die Gefahr, dass Kinder hier ernsthaft verletzt werden könnten.

Kreativ ist auch die Idee, eine Smartphone-App für Hennigsdorf zu entwickelt, die über alle wichtigen Neuigkeiten und Angebote informiert – Straßensperrungen inklusive. Die Software müsse zum Teil von der Stadtverwaltung, aber auch durch externe ehrenamtliche Betreuer gewartet und aktualisiert werden, so lautet der Vorschlag.

Subbotnik für die Hennigsdorfer

Schließfächer für Pendler in der Nähe des Bahnhofes wünscht sich ein anderer Hennigsdorfer. Hier könnten etwa Pendler, die auch Sport treiben, ihre Trainingstaschen lassen. „Nach Feierabend sind sie dann griffbereit, sodass man schnell und ohne Zwischenstopp zuhause zum Training oder zu anderen Gelegenheiten gehen kann“, lautet der Vorschlag.

Die zunehmende Verschmutzung im Stadtgebiet stört viele Bürger. Eine Art „Subbotnik“, als einen Putztag für Bürger, schlägt nun ein Hennigsdorfer vor. Er könnte ein- oder zweimal im Jahr am Wochenende stattfinden, und zwar auf Wiesen, Spazierwegen oder Ufern. Die Stadtverwaltung könnte Werkzeuge, Handschuhe und Mülltüten stellen und sich um die Entsorgung kümmern. Bäckereien oder Lokale könnten Brötchen oder Suppen für die Helfer sponsern. Im Anschluss an die Sammelaktion könnte die Stadt ein Helferfest organisieren.

Eine Kampagne gegen das dritte „N“ im Stadtnamen

Ein kurioser Vorschlag: Ein Hennigsdorfer beschwert sich darüber, dass der Stadtname viel zu oft fälschlich „Henningsdorf“ mit einem „N“ zuviel geschrieben wird, will eine Kampagne mit Mitmachaktion ins Leben rufen. Die Stadtverwaltung solle eine Plattform im Netz einrichten, auf der Bilder und Screenshots der falschen Schreibweise eingereicht werden können. Die schönsten Verschreiber könnten dann nach den Vorstellungen des Bürgers vor dem Rathaus oder auf dem Stadtfest präsentiert werden.

Eine Art Erlebnispfad für Kinder wünscht sich ein Bürger für die Uferpromenade. Die Stationen könnten unter anderem Rätsel über die Natur oder einheimische Tiere enthalten, zudem könnte es eine Fühlbox mit verschiedenem Naturmaterial, Töne einheimischer Vögel oder Musikinstrumente aus Hölzern geben.

Die Kneipennacht will ein Bürger zurück

Die Einschränkung des Silvesterfeuerwerks wird derzeit in der Nachbarstadt Velten diskutiert. Ein Bürger wünscht sich das auch für die Stahlstadt. Die Stadt sollte öffentliche Orte für Feuerwerk freigeben und Ruhezonen, etwa in 30er-Strecken, festlegen, in denen das Knallen verboten ist. So könnten etwa Lärmbelästigung und Umweltverschmutzung gemindert werden, genau wie Schäden an Häusern, argumentiert der Bürger.

Ein anderer Hennigsdorfer hat den Vorschlag eingereicht, einen Wunschweihnachtsbaum für bedürftige Kinder aufzustellen. Die Kleinen, etwa jene aus Heimen, könnten nach den Vorstellungen des Bürgers ihre Wünsche dort aufhängen – das Rathaus solle sie dann erfüllen.

Die Hennigsdorfer Kneipennacht, die lange Tradition in der Stahlstadt hatte, aber vor ein paar Jahren eingeschlafen ist, wünscht sich ein anderer Bürger wieder zurück. Das dürfte allerdings schwer werden, war die Nacht doch am mangelnden Interesse der hiesigen Lokale gescheitert.

Von Marco Paetzel

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