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Hennigsdorf Eine Reise durch vier Jahrhunderte
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Eine Reise durch vier Jahrhunderte
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17:52 27.11.2018
Der Nachbau einer Tagelöhner-Kate mit Strohdach begrüßt den Besucher gleich im ersten Raum der Ausstellung. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

Gleich im ersten Raum gibt es den Höhepunkt der Ausstellung: eine Tagelöhner-Kate mit Strohdach. Eine solche Hütte stand seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1975 an einem alten Havelarm. Es ist quasi der Beginn der Hennigsdorfer Zeitrechnung, denn die Stadt war vor vier Jahrhunderten ein Kossätendorf. „DorfidyllIndustriestadtLebensort“ heißt die Ausstellung im Alten Rathaus, die die Besucher mit auf die Zeitreise durch die Hennigsdorfer Geschichte nimmt.

Auch Dokumentarfilme werden in historischen Ambiente geboten. Quelle: Marco Paetzel

Tausende Besucher haben die Dauerausstellung gesehen, im Sommer 2016 wurde sie eröffnet. 80 000 Euro hat die Stadt für die Zeitreise investiert, die multimedial daherkommt. Allein die interaktive Karte im ersten Raum beeindruckt: Die Besucher können sich auf dem Touchscreen durch das Hennigsdorf um 1900 klicken. Die Geschichten von historischen Plätzen und Häusern sind hier zu lesen, unter anderem den Gasthöfen Brose, Neubrück oder Goldener Löwe. Auch die Historie von Haupt- und Berliner Straße, der evangelischen Kirche oder der Alten Schmiede wird nachgezeichnet. Die Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus thematisiert der zweite Raum. Die Geschichte des KZ Meißnerhof, einer ehemaligen Fahrschule bei Hohenschöpping, etwa wird erzählt. Im Keller folterte die SA etwa 60 politische Gefangene, einige starben dabei. Auch der Alltag im Dritten Reich oder das Schicksal der Zwangsarbeiter sind Themen der Ausstellung.

Der zersägte Trabant ist das Highlight des DDR-Teils der Ausstellung. Quelle: Marco Paetzel

Hennigsdorf zu DDR-Zeiten ist das Thema des vierten Raumes der Ausstellung. Hier sticht ein himmelblauer Trabant ins Auge, auf einer Fernsehtruhe laufen Hennigsdorf-Dokus, die man auf S-Bahn-Sitzen aus Holz verfolgen kann.

Die Ausstellung im Alten Rathaus, Hauptstraße 3, ist dienstags von 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 16 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei.

Von Marco Paetzel

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