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Hennigsdorf Für Menschen mit Handicap da
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16:27 11.03.2019
Cornelia Behnke ist die neue Ansprechpartnerin für Menschen mit Behinderungen in Hennigsdorf. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

Wer immer auch an die Tür von Cornelia Behnke klopft, für den nimmt sie sich Zeit. Die 29-Jährige kann gut zuhören und ist hilfsbereit. Sie ist Hennigsdorfs neue Behindertenbeauftragte. Vor einem halben Jahr hat Cornelia Behnke das Amt von Jörg Rühle übernommen, der in den Ruhestand gegangen ist. „Ich habe mich überall vorgestellt und gut eingefunden“, sagt Cornelia Behnke. Sie ist die Ansprechpartnerin für Menschen mit Behinderungen, ihre Sprechzeiten im Erdgeschoss-Büro des Hennigsdorfer Rathauses sind dienstags von 9 bis 12 Uhr sowie 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr. „Im Schnitt kommen etwa fünf bis sechs Leute in die Sprechstunde.“ Ihr Büro befindet sich in Raum 0.08, der natürlich barrierefrei zu erreichen ist. „Ich bin aber jederzeit auch telefonisch zu erreichen.“

Als die Ausschreibung für die Nachfolge von Jörg Rühle kursierte, musste Cornelia Behnke nicht lange überlegen und bewarb sich. Bis dahin war die Bürokauffrau Sekretärin in der Hennigsdorfer Musikschule. Das Thema Behinderung begleitet Cornelia Behnke seit ihrer Kindheit. „Mein Bruder ist schwerstbehindert.“ Auch sie selbst habe eine Nervenerkrankung, kann sich also gut in die Perspektive von Menschen mit Behinderung hineinversetzen.

Fortbildungen zu barrierefreiem Bauen

Derzeit macht sie etliche Fortbildungen, abgeschlossen hat sie schon das Thema barrierefreies Bauen. „Demnächst wird es noch eine Schulung in Richtung Verwaltungswesen geben“, sagt Cornelia Behnke, die 40 Stunden in der Woche im Einsatz ist.

Die meisten Leute, die zu Behnke kommen, wollen sich beim Ausfüllen von Schwerbehindertenanträgen helfen lassen. „Jedes Gespräch wird ausführlich geführt, wir machen eine kleine Anamnese.“ Sie fragt dann auch, ob die Leute sich schon um einen Pflegegrad bemüht haben. Das werde dann im Zweifel auch gleich erledigt. Auch das Thema barrierefreies Bauen beschäftigt sie. Alle Bauanträge landen auf ihrem Tisch: Werden Häuser oder Straßen gebaut, prüft Behnke, ob alles behindertengerecht ist. Unter anderem müssen immer mindestens zwei Wohnungen im Mehrfamilienhaus barrierefrei erreichbar sein. „Leider betrifft das bei den Häusern bislang nicht Privatleute, die bauen“, sagt die 29-Jährige.

Ein neuer Termin für den Tag mit behinderten Menschen

Was die Barrierefreiheit in Hennigsdorf betrifft, sei die Stadt schon sehr viel weiter als viele Umlandgemeinden. Bei ein paar privaten Arztpraxen fehle es noch, genau wie in der Fontanestraße – die wiederum aber in den kommenden Jahren saniert wird.

Außerdem organisiert Cornelia Behnke den Tag mit behinderten Menschen. Ein Novum: „Er wird in diesem Jahr mit dem Stadtfest gemeinsam stattfinden. So wollen wir noch mehr Menschen erreichen.“ Auf dem Havelplatz wird es Bühne und Stände geben. Man wolle auch Leuten ohne Behinderung erreichen. „Es kann ja theoretisch jeden mal treffen“, sagt Cornelia Behnke.

Von Marco Paetzel

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