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Hennigsdorf Gisela Damm tritt ab
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Gisela Damm tritt ab
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18:42 11.02.2019
Sie treten kürzer: Erika Schmeck, Gisela Damm und Karin Müller mit Blumen. Helga Paech konnte bei der Ehrung nicht anwesend sein. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

„Als Frau Merkel Bundeskanzlerin wurde“, sagt Lutz Hochberger, „da warst du schon vier Jahre Vorsitzende hier.“ Die Gäste im Saal der Volkssolidaritäts-Begegnungsstätte lachen. Doch es ist ein bitter-süßer Anlass: Gisela Damm, die 24 Jahre an der Spitze der Hennigsdorfer Ortsgruppe gestanden hatte, wird künftig nicht mehr dem Vorstand angehören. Bei der Mitgliederversammlung am Montag in der Begegnungsstätte in der Berliner Straße wurde sie feierlich verabschiedet. „Ohne Gisela Damm würde die Volkssolidarität in Hennigsdorf nicht da stehen, wo wir heute stehen“, erklärte Lutz Hochberger, der die Ortsgruppen-Zeitung Seniorenspiegel als Chefredakteur betreut. Neben Blumen bekam Damm auch einen Sinnspruch von Regine Hildebrandt, der auch ihr Lebensmotto sein könnte. „Erzähl mir doch nich, dasset nich jeht“, steht auf der kleinen Tafel.

Der Abschied fällt ihr schwer

Auch Damm selbst sagte ein paar Worte zu ihrem Abschied. „Leicht fällt es mir nicht, das muss ich sagen. Aber es ist der richtige Zeitpunkt, jetzt zu gehen.“ Und so ganz geht eine Gisela Damm nie: Sie hat dem Vorstand angeboten, künftig auch weiterhin die Kulturkommission zu leiten, die für die Veranstaltungen der Ortsgruppe zuständig ist. „Ich bleibe auch weiterhin im Seniorenbeirat“, so die Hennigsdorferin.

Ihr Zuhause ist die Stahlstadt. Hier wurde Gisela Damm, die 2015 ihren 80 Geburtstag feierte, geboren und wuchs die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Hennigsdorf auf. Als Kindergärtnerin, Lehrerin und schließlich Diplom-Philosophin verschlug es Gisela Damm schließlich nach Thüringen. Als ihr Mann kurz nach der Silberhochzeit gestorben und sie in den Vorruhestand gegangen war, kehrte Gisela Damm zurück nach Hennigsdorf. Sie verliebte sich neu, heiratete ihren Mann, der vor Jahren gestorben ist. Im Jahr 1997 schob Gisela Damm dann die Wiederbelebung der Ortsgruppe Hennigsdorf der Volkssolidarität mit an. Das war aber nicht ihr einziges Amt: Sie war Seniorenbeauftragte der Stadt, danach Vorsitzende der Ortsgruppe und außerdem fast zehn Jahre lang Kreisvorsitzende. Heute ist die Powerfrau die Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes der Volkssolidarität. Nun tritt sie kürzer

Auch Erika Schmeck tritt kürzer

Erika Schmeck wird ebenfalls ins zweite Glied zurücktreten. Die Leitung der Sportgruppe der Ortsgruppe hat sie Anfang des Jahres an Brigitte Riewe abgegeben. 30 Jahre lang ist sie schon im Ehrenamt, bekam 2016 deshalb auch den Gemeinwesenpreis der Stadt Hennigsdorf. „Erika ist einmalig“, sagt Gisela Damm. Die gelernte Kindergärtnerin, die jahrelang eine Kita in Marwitz leitete, hält seit den 1980er-Jahren Kontakt zu afrikanischen Studenten, zu denen noch heute Briefkontakt besteht. „Ihre ruhige, auf Harmonie bedachte Art ist wirklich einmalig.“ Sie gratuliert und besucht kranke Mitglieder. Im August dieses Jahres wird Erika Schmeck nun 90 Jahre alt. Die Volkssolidariät plant die Auszeichnung mit der goldene Solidaritätsnadel.

Auch Karin Müller wird zwar im Vorstand bleiben, aber kürzertreten. Die Gymnastikgruppe, die sie seit über 15 Jahren leitete, wird sie in andere Hände geben. „Die von ihr geleitete Sportgruppe wurde ein Kollektiv,in dem auch politische Gespräche und soziale Aktionen an der Tagesordnung waren“, so Gisela Damm. Für sie wird die Ortsgruppe einen Antrag auf Auszeichnung zum internationalen Tag des älteren Menschen stellen. Auch Helga Paech, die die Gruppe „Theaterkiste“ leitet, lässt es künftig ruhiger angehen. Sie gibt die Leitung ab und ist dann auch nicht mehr Vorstandsmitglied.

Von Marco Paetzel

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