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Hennigsdorf Graffiti für Trafohäuschen
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17:20 14.03.2019
Der Graffitikünstler Steven Karlstedt lässt den traditionsreichen Gasthof Brose mit seiner Kunst wieder auferstehen. Quelle: Privat
Hennigsdorf

Ganz langsam entsteht ein Abbild des altes „Gasthofs Brose“ am neuen Trafohäuschen in der Berliner Straße. Das traditionsreiche Haus kommt quasi aus der Sprühdose des Graffiti-Künstlers Steven Karlstedt. Es ist ein großes Stück Hennigsdorfer Geschichte: Im Jahr 1890 wurde es von Ida und Fritz Brose gebaut, der damalige „Gasthof Brose” wurde zum Treffpunkt der etwa 100 Mitglieder zählenden Gruppe der Sozialdemokraten.

Sogar Karl Liebknecht trat in dem späteren Kino „Aktivist“ auf. Auch Vereine wie der Arbeiterturnverein und Arbeiterradfahrverein trafen sich in dem Hennigsdorfer Lokal. Anno 1920, zur Zeit des Kapp-Putsches, war das Haus eine Sammelstätte des Widerstandes. Grund genug, am Trafohäuschen an das Gasthaus zu erinnern. Es steht schon lange nicht mehr: 1999, als das Kino längst ausgezogen war, wurde das Haus abgerissen.

Ein Portrait von Albert Schweitzer

Steven Karlstedt ist seit 18 Jahren Graffitikünstler. Seit 2008 ist er als professioneller Fassaden- und Objektgestalter unterwegs. In Hennigsdorf hat der Mann aus Berlin-Pankow bereits Anfang der Woche gearbeitet: In Nieder Neuendorf sprühte er am Montag ein Motiv des einstigen Schlosses Nieder Neuendorf an ein Trafohäuschen. Und wenn der 33-Jährige voraussichtlich am heutigen Freitag mit dem Motiv in der Berliner Straße fertig ist, zieht er weiter in den Waidmannsweg. Auf dem dortigen Trafohäuschen soll ein Porträt von Albert Schweitzer entstehen, dem Namenspatron der dortigen Oberschule. Eventuell kommen in diesem Jahr noch zwei weitere Trafohäuschen im Stadtgebiet hinzu, das ist aber noch nicht sicher.

In Auftrag gegeben hat die Aktion die Edis-Netzwerk GmbH, in Absprache mit der Hennigsdorfer Stadtverwaltung wurden die Motive für die Trafohäuschen ausgewählt. Sie passen immer jeweils zum Ort, an dem die Kästen stehen. Grundiert sind alle Motive mit einer Backstein-Optik. Doch warum so viel Aufwand für ein paar Trafohäuschen? Zum einen solle verhindert werden, dass illegale Sprayer sich daran zu schaffen machen. „Außerdem will die Edis als Netzbetetreiber für die Gemeinden auch attraktiv sein“, erklärt der Graffitikünstler.

Ein Wandbild für die S-Bahn-Brücke

Es ist nicht das erste Mal, dass Graffiti-Künstler in der Stahlstadt unterwegs sind. Das auffälligste Werk im Stadtbild sind die beiden Wandbilder an der S-Bahn-Brücke in der Hennigsdorfer Hauptstraße. Im September 2015 waren professionelle Graffiti-Künstler der Firma „Art-EFX“ am Werk. Die Bilder an den Widerlagern zeigen Motive aus dem alten und neuen Hennigsdorf, wie den Bahnhofsvorplatz der 1930er-Jahre oder das neue Rathaus. Rund 35 000 Euro hatte sich die Stadtverwaltung die Umgestaltung samt regelmäßiger Erhaltungsarbeiten kosten lassen.

Von Marco Paetzel

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