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Hennigsdorf Havelauen-Brücke wird abgerissen
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Havelauen-Brücke wird abgerissen
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00:21 09.08.2018
Der Brückenboden wurde teilweise ausgesägt, damit niemand mehr das Bauwerk betritt. Es könnte lebensgefährlich sein. Quelle: Foto: Marco Paetzel
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Hennigsdorf

Auf den ersten Metern haben Arbeiter Holz aus dem Boden herausgesägt. So will die Hennigsdorfer Stadtverwaltung verhindern, dass noch irgendjemand die kleine Holzbrücke im Park in den Havelauen benutzt. Denn das wäre schlicht lebensgefährlich. Es ist nicht die einzige Sicherungsmaßnahme: Auf beiden Seiten der Brücke stehen Bauzäune, die ein Betreten quasi unmöglich machen. Die Fußgängerbrücke – nur ein paar Meter von der Sonnengrundschule an den Havelauen entfernt – ist derart marode, dass die Hennigsdorfer Stadtverwaltung sich nun dazu entschlossen hat, sie endgültig zu sperren.

Experten stellten bei der jährlichen Routinekontrolle der Brücke große Mängel an der Tragkonstruktion fest, die nicht mehr zu reparieren seien. „Entsprechende Mängel wurden bereits im Zuge der Bauwerksuntersuchung im Jahr 2017 festgestellt, allerdings war seinerzeit noch nicht davon auszugehen, dass sich der Zustand der Brücke bereits zum jetzigen Zeitpunkt derart verschlechtert, dass eine Sperrung der Brücke erforderlich wird“, erklärte Daniel Stenger, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung im Hennigsdorfer Rathaus dazu. Offenbar wurde beim Bau der Brücke im Jahr 2002 das falsche Material verwendet: Besonders die tragenden Holzstützen seien für diesen feuchten Standort im Auenbereich nicht geeignet, erklärt Daniel Stenger. Er sieht auch keinen Sinn darin, die Holzstützen gegen Neue auszutauschen, zumal das nur bei komplettem Abbau des Brückenoberbaus möglich sei, was letztendlich zu ähnlichen Kosten wie bei einem kompletten Neubau führen würde. Laut Daniel Stenger muss die Brücke nun also komplett abgerissen werden und durch einen Neubau ersetzt werden, dessen Tragwerk widerstandsfähiger ist.

Doch das dauert fast drei Jahre: Eine neue Brücke solle demnach erst Mitte 2021 fertig sein. Daniel Stenger erklärt das damit, dass der Baugrund schwierig sei, zudem gebe es Probleme mit der Zugänglichkeit für Baufahrzeuge und eine Hochspannungsleitung nahe der Brücke. „Dies wurde versucht, in der Ablaufplanung zu berücksichtigen“, so Stenger. Für die Planung des Ersatzneubaus sollen nun Gelder in den Haushalt für das kommende Jahr eingestellt werden, Genehmigungsplanung und Baugenehmigung sollen Anfang 2020 erfolgen. Ein halbes Jahr später, so Stengers Kalkulation, solle dann die Vergabe der Aufträge für den Brückenbau durchgeführt werden, um die passenden Unternehmen für das Projekt zu gewinnen. Der eigentliche Abriss und Neubau der Brücke solle dann Ende 2020 beginnen und etwa ein halbes Jahr dauern.

Von Marco Paetzel

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