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Hennigsdorf Heiße Diskussion ums Stadtbad
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16:52 06.12.2018
Das alte Bad muss irgendwann schließen. Quelle: Enrico Kugler
Hennigsdorf

Als die Einwohner zu Wort kommen durften, stellte sich der Hennigsdorfer Charly Müller ans Mikrofon vor die Stadtverordneten. „Ich finde es erschreckend, dass die günstige Variante des Stadtbades immer noch 25 Millionen Euro kosten soll.“ Er zählte Beispiele auf wie das Sport- und Freizeitbad samt Rutschen und Sauna in Kiel, das in diesem Jahr für dieselbe Summe zu haben gewesen sei. „Die Planung muss nochmal überdacht werden“, so Müller. Junge Familien bräuchten ein Schwimmbad mit Rutsche. Bürgermeister Thomas Günther deckelte ihn sanft. Man stehe wieder am Neubeginn der Planung, fange wieder von Null an. „Das Ziel ist auch nicht, für 25 Millionen ein Bad zu bauen, sondern das ist die selbstdefinierte Obergrenze“, so Günther.

Jetzt beginne ein Planungsprozess, der voraussichtlich mindestens eineinhalb Jahre dauern werde. Im Ergebnis werde er ein Bad bringen, der auf Schulschwimmen, Nutzung für den Sport und gesundheitsfördernde Angebote reduziert sei. „Wir werden erst in anderthalb bis zwei Jahren eine Kostenschätzung haben. Und dann wird diese Stadtverordnetenversammlung nochmal entscheiden, ob sie das Bad baut oder es zu teuer ist“, so Thomas Günther. Alle Leistungen zum Bau des Bades würden selbstverständlich ausgeschrieben, auch günstige Anbieter hätten dann ihre Chance.

Breite Mehrheit für den Neubau

Einige Tagesordnungspunkte später stand dann der Grundsatzbeschluss über den Bad-Bau auf dem Plan. Bis auf Petra Röthke-Habeck (Grüne) und Lutz-Peter Schönrock (Unabhängige) stimmten alle dafür, dass die Stadtwerke die Planungen für den Bau vorantreiben.

Der Preis spielte in der Diskussion keine Rolle, es ging vielmehr darum, dass das Bad zunächst weder Sauna noch Rutsche haben soll. Die Grünen brachten den Änderungsantrag ein, wenigstens eine Sauna-Kabine für zehn Personen in die Schwimmhalle einzubauen. Vorgesehen ist ohnehin, dass das Bad später um Sauna- und Rutschen-Anbau erweitert werden könnte. Udo Buchholz (SPD) erklärte, dass sich zuletzt viele Bürger an die Fraktion gewandt hatten mit der Bitte, das Bad mit Sauna zu bauen. Alle Fraktionen hätten sich für das neue Bad stark gemacht. „Die modularen Erweiterungsmöglichkeiten für die Sauna wollten wir, ohne wenn und aber“, so Buchholz. Deshalb würden in der Planung Flächen für die Erweiterungen vorgesehen. „Wir können nur hoffen, dass wir zu einem Preisgefüge kommen, wo wir nach hinten raus noch Luft haben, und dann gegebenenfalls schnell eine Sauna anbauen.“

Die Linke bringt Nutzung der Sauna im alten Bad ins Spiel

Auch Ursel Degner (Linke) ist in der Sauna-Frage entschieden. „Wir würden sehr gerne sofort Rutsche und Sauna bauen.“ Doch das alte Schwimmbad stehe noch, dort könne man noch einige Zeit in die Sauna gehen. „Vielleicht sollte man überlegen, ob der Saunabetrieb in der alten Halle noch aufrechterhalten werden kann, wenn die neue steht“, so Degner. Michael Mertke (SPD) mahnte zur Eile, nachdem das bisherige Stadtbad-Projekt für rund 38 Millionen Euro gescheitert war und niemand weiß, wielange das alte Bad in Hennigsdorf-Nord noch betrieben werden kann. „Wir wollen den Badbetrieb aufrecht erhalten, das ist das wesentlichste Ziel.“ Es gehe dabei vorrangig um etwa 17 000 Schülerinnen und Schüler, die im Bad Schulschwimmen absolvieren, sowie Schwimmlernkurse. „Ich warne davor, dass man dieses Ziel mit Wünschen wie der Sauna aus den Augen verliert und die Kosten wieder hochtreibt“, so Mertke.

So könnte das neue Bad aussehen. Rechts sind die möglichen Erweiterungsflächen für Sauna und Rutsche. Quelle: Stadt Hennigsdorf

Von Marco Paetzel

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