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Hennigsdorf Hunderte Besucher bei der Modellbahnbörse
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Hunderte Besucher bei der Modellbahnbörse
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17:48 04.11.2018
Von der Lok über Schienen bis hin zu Bäumen gab es am Sonnabend alles zu kaufen. Quelle: Robert Roeske
Hennigsdorf

Wann immer die Modellbahnbörse steigt, setzt sich André Riedrich in sein Auto und düst nach Hennigsdorf. Für den Eisenbahn-Fan aus Alt-Tegel ist die Veranstaltung im Stadtklubhaus ein Muss, zum fünften Mal streifte er am Sonnabend durch die Gänge. Und es war mächtig was los: 31 Händler aus Berlin und Brandenburg hatten ihre Stände aufgebaut, boten alles von der Modell-Lok über Gleise bis zum kleinen Bäumchen. Und es war ordentlich Kundschaft gekommen, mehr als 350 Besucher zählten die Organisatoren der Börse.

Bei André Riedrich hat es schon mit sechs Jahren Zoom gemacht, da fand er unter dem Weihnachtsbaum seine erste Modellbahn mit der Spurweite TT (Maßstab 1:120). Fortan floss eine Menge Taschengeld in das Hobby. Bis die Pubertät kam. „Da hatte ich andere Interessen“, sagt Riedrich und lacht. Doch heute ist die alte Liebe zu den kleinen Zügen wieder entflammt, bis zu 1000 Euro gibt der Bahnfan im Jahr mitunter für neue Loks und Teile aus. Nach und nach baut er sich seine Bahnlandschaft aus, Bauernhof inklusive. „Das Tolle am Modellbahnbau ist nicht, dass man damit spielen kann, sondern dass man die Landschaft immer neu gestalten kann“, sagt der Modellbahn-Fan.

Die Besucher der Börse waren vor allem Männer. Quelle: Robert Roeske

Ein paar Meter weiter, im Foyer des Klubhauses, hatte Klaus Trültzsch seinen Stand aufgebaut. Ins Auge stachen die riesigen Gartenbahnen. Sie fahren auch über mehr als 100 Meter Gleise, die der Oranienburger in seinem Garten verlegt hat. Die Loks lässt er das ganze Jahr über fahren. Und das hört man, denn der Modellbahnfan hat Soundchips eingebaut. „Das Schöne ist, dass man ganzjährig an den Zügen im Garten seine Freude hat”, sagt Trültzsch, der 30 Jahre lang als Einkäufer im heutigen Bombardier-Werk gearbeitet hat. Vor zwölf Jahren machte er dann sein Hobby zum Beruf und eröffnete einen Modellbahnladen in Oranienburg. Die Börse in Hennigsdorf ist für den Händler ein Pflichttermin. „Denn nirgends hat man so viele Modellbahnfans auf einem Haufen, das ist eine tolle Veranstaltung.“

Modell-Händler Klaus Trültzsch mit einer Gartenbahn. Quelle: Robert Roeske

Das findet auch Organisator Manfred Plackowski. Angefangen hat der 72-Jährige bei der ersten Börse 2002  mit 18  Ausstellern. „Wir haben so viele Anfragen, dass die Fläche nicht reicht“, sagt Plackowski, der unter anderem als Rangierer gearbeitet hat. Zweimal im Jahr findet die Börse statt, jedes Mal kommen 350 bis 500 Menschen. Um die Bewirtung – Brötchen, Kaffee & Co. – kümmert sich Frau Evelyn. Früher konnte sie das alleine, heute wäre das nicht zu schaffen. „Wir machen heute 130 Brötchen und 60 Bockwürste.“ Ein Glück, dass das Ehepaar genug Freunde hat, die helfen. Die nächste Modellbahnbörse findet übrigens am 3. Februar von 9.30 bis 13 Uhr im Stadklubhaus statt

Von Marco Paetzel

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