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Hennigsdorf Neuer Fördertopf für das Alte Gymnasium
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Neuer Fördertopf für das Alte Gymnasium
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16:37 28.02.2019
Das Alte Gymnasium in Hennigsdorf soll zum Gründerinnenzentrum ausgebaut werden. Doch dafür fehlen fünf Millionen Euro. Quelle: Enrico Kugler
Hennigsdorf

Die Zukunft des alten Gymnasiums ist unklar. Geplant ist hier ein Zentrum für Gründerinnen mit viel Platz und günstigen Mieten für den Start in die Selbstständigkeit. Doch der Ausbau wird fünf Millionen Euro teurer. Ursprünglich sollte er zum Großteil aus EU-Mitteln des Stadt-Umland-Wettbewerbs (SUW) bezahlt werden. „Doch es gibt die Förderlücke von rund fünf Millionen Euro, und es ist aus Sicht des Landes nicht möglich, diese Lücke mit Fördermitteln zu schließen“, erklärte Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung.

Für den einen neuen Vorschlag gaben die Stadtverordneten grünes Licht: Die Verwaltung brachte den Antrag ein, dass die Finanzierung des rund 20 Millionen Euro teuren Ausbaus zum Gründerinnenzentrum über den EU-Fonds „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRWI) beantragt wird. 16 Millionen Euro könnten aus dem Fördertopf kommen, die restlichen vier Millionen würde die Stadt tragen.

Die Stadt will dennoch im Stadt-Umland-Wettbewerb bleiben

Gleichzeitig, so Günther, wolle man aber im Stadt-Umland-Wettbewerb (SUW) bleiben, da bereits mit der Förderung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und der Integrationsmanager im Schweitzer-Viertel Projekte mit SUW-Geldern laufen. Deshalb solle das Projekt „Klimaschutz in der Praxis – Möglichkeiten der nachhaltigen Reduzierung der CO2-Emissionen am Beispiel der Region Hennigsdorf-Velten-Oberkrämer durch Zusammenarbeit im Kommunalverbund“ mit Kosten von rund 155 600 Euro umgesetzt werden, damit Hennigsdorf im SUW bleiben kann – es ist unverzichtbare Bedingung für das Programm.

Ursel Degner (Linke) hatte „Bauchschmerzen“. Sie wollte wissen, wie die Chancen stehen, dass die Stadt das Geld aus dem GRWI-Topf bekommt. Eine Sicherheit gebe es nicht. „Ich würde ihnen das aber nicht vorlegen, wenn ich nicht aus verschiedenen Gesprächen Richtung Wirtschaftsministerium die Hoffnung hätte, dass eine Förderung möglich ist“, erklärte Bürgermeister Thomas Günther.

Einen Plan B gibt es nicht

Degner wollte noch wissen, ob die Stadt das Projekt notfalls auch aus eigener Kraft stemmen könnte. Das könne sich der Bürgermeister nicht vorstellen. Man könne ja nicht mal die fehlenden fünf Millionen Euro stemmen. „Der Gedanke ist ganz abwegig.“ Gebe es keine Fördermittel, habe der Bürgermeister keine Idee, wie das Projekt zu stemmen sei.

Von Marco Paetzel

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