Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Hennigsdorf Rollatorentanz im Stadtklubhaus
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Rollatorentanz im Stadtklubhaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:48 30.09.2018
Die Rollatorengruppe des Behindertensportvereins hatte ihren ersten Auftritt überhaupt. Quelle: Robert Roeske
Hennigsdorf

Lady Gagas Hit „Pokerface“ wummerte aus den Boxen und die Tänzer bahnten sich durch das Publikum ihren Weg nach vorne. Ganz gemächlich, immerhin waren sie allesamt mit Gehhilfen unterwegs. Es war der erste Auftritt der Rollatorentanzgruppe, und die Tänzer hauten alles rein. Rollten Pirouetten, tanzten im Kreis und drehten ihre Gehhilfen im Pop-Takt. Der Applaus am Ende war groß, der erste Auftritt gelungen. „Das hat richtig Spaß gemacht, mal vor Leuten zu tanzen“, erklärte Kathlenn Kurzke hinterher. Für einen Rollator ist die Veltenerin mit 56 Jahren eigentlich viel zu jung. Doch sie hatte eine Knie-OP, auch die Hüfte schmerzt. Und so nimmt sie die Gehhilfe manchmal, wenn es besonders wehtut. „Also warum damit nicht auch tanzen?“, dachte sie sich. Und so gibt es die Rollatorentänzer seit zwei Monaten unter dem Dach des Behindertensportvereins Oberhavel, trainiert wird in der Turnhalle der Diesterweg-Oberschule.

Rollatorengruppe hatte ihren ersten Auftritt

Der erste Auftritt fand im Rahmen des Festes „UN behindert Grenzenlos“ im Klubhaus statt, es war schon das zweite Mal. „Früher hatten wir hier immer einen Rollstuhltanztag im Stadtklubhaus, nun feiern wir dieses Fest“, sagt die Vorsitzende Kerstin Helmecke. Mit der Veranstaltung will sich der Behindertensportverein zeigen, Mitglieder gewinnen. „Bei uns muss man keine Leistung bringen, hier macht jeder nur so viel, wie er kann“, so Helmecke. Dass das aber eine ganze Menge ist, zeigten die Gruppen am Sonnabend: Unter anderem gab es Rollstuhltanz, eine Performance der Senioren-Cheerleader oder einen witzigen Handtuchtanz, bei dem jeder mitmachen konnte.

An Mitgliedern fehlt es dem Verein aber nicht, rund 80 sind es momentan. Vor zwei Jahren war es noch knapp die Hälfte. „Wir haben unser Angebot erweitert und deshalb großen Zulauf“, so Helmecke. Von der Wassergymnastik über Volleyball bis zum Kegeln gibt es viele Kurse, für die der Verein qualifizierte Übungsleiter hat. „Macht mit uns gemeinsam Sport, das ist auch gut für die Psyche“, rief Kerstin Helmecke die Besucher am Sonnabend auf. Dreimal können potenzielle Vereinsmitglieder in die Kurse hineinschnuppern, der Beitrag für die Mitgliedschaft im Verein beträgt dann zehn Euro pro Monat.

Osteoporose-Gruppe war gefragt

Vorn im Foyer und vor dem Klubhaus stellten sich der Imkerverein Hennigsdorf, die DLRG Ortsgruppe oder die Hennigsdorfer Osteoporose-Selbsthilfegruppe vor. Letztere hatten ordentlich Zulauf, viele Gäste informierten sich. „Ich musste schon so viel reden, dass meine Stimme fast weg ist“, sagt Gruppenleiterin Sabine Krause. Im März wurde die Gruppe in Hennigsdorf mit gerade einmal acht Mitgliedern gegründet, ein halbes Jahr später sind es schon 70. „Osteoporose ist eine Volkskrankheit, deshalb haben wir soviel Zulauf“, sagt Krause. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass in Deutschland sechs bis sieben Millionen Menschen betroffen sind. In Hennigsdorf gibt es Funktionstraining, um die Krankheit in Schach zu halten. Im Seniorenwohnpark gibt es Wasserkurse, auch in Physiotherapie-Praxen werden Kurse für die Teilnehmer angeboten.

Von Marco Paetzel

Oranienburg Polizeibericht Oberhavel vom 28. September 2018 - Polizeiüberblick: Mini-Gabelstapler gestohlen

Betrügerische Anrufe in Hennigsdorf, blinde Passagiere in Fürstenberg und ein Fahrradunfall in Oranienburg – diese und weitere Meldungen der Polizei Oberhavel lesen Sie im Polizeibericht vom 28. September.

28.09.2018

Der Hennigsdorfer Ausländerbeirat feierte am Freitag sein 20. Bestehen im Bürgerhaus. Bis heute ist das Gremium einzigartig im Landkreis. Es ist heute das Sprachrohr etwa 1900 Menschen aus 93 Nationen in Hennigsdorf.

01.10.2018

Rund 350000 Euro soll die Sanierung des Radweges durch den Konradsberg-Stadtpark und der Zubringerwege kosten. Für das Projekt gaben die Mitglieder des Bauausschusses am Donnerstag grünes Licht.

30.09.2018