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Hennigsdorf 4000 Kilometer durch Europa
Lokales Oberhavel Hennigsdorf 4000 Kilometer durch Europa
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00:26 02.08.2018
Norbert Franke radelte zur Schlucht Gole dell’Alcantara auf Sizilien. Die Bergetappe dahin war für den 67-Jährigen brutal. Quelle: Fotos: privat
Hennigsdorf

Er lief das staubige Pflaster vom Pompeji entlang, gesäumt von hunderten Ruinen. „Es ist so viel erhalten geblieben von der Stadt, ich war total fasziniert“, sagt Norbert Franke. Die antike Stadt am Golf von Neapel, die beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus vollkommen verschüttet wurde, war nur eine von vielen Stationen auf der Rundreise des Hennigsdorfers durch Italien und Griechenland. Anfang April landete er mit dem Flugzeug in Neapel, fuhr mit dem Zug bis zur Südspitze des italienischen Stiefels. „Dann ging es mit der Fähre nach Sizilien“, sagt Franke. Endlich konnte er auf dem Fahrrad losstrampeln. Der 67-Jährige radelte ab der Stadt Enna im Zentrum Siziliens. Zunächst ging es in Richtung Palermo, und dann immer an der Küste entlang. Norbert Franke genoss die Aussicht aufs Meer, die traumhafte Landschaft.

Eine Schlucht am Fuße der Ätna

Etwa drei Wochen radelte Franke die Straßen Siziliens entlang. Ohne Gepäck quälte er sich einen brutalen Berg hoch, an dessen Ende ihn Gole dell’Alcantara erwartete – eine stellenweise 20 Meter tiefe Schlucht unweit des Vulkans Ätna. „Das ging steil runter, und in das Wasser unten konnte man wirklich nur mit den Füßen rein. Das war nicht wärmer als zehn Grad“, sagt der Globetrotter. Per Zug ging es dann Richtung Hafen in Bari, mit der Fähre fuhr Franke weiter nach Griechenland.

Dort angekommen musste er mit einem angeschwollenen Hals erstmal ins Krankenhaus. Franke vermutet, dass Ziegenmilch in der Butter war, die er auf Sizilien gekauft hatte. „Dagegen bin ich seit meiner Kindheit allergisch.“ Eine Spritze und ein paar Tabletten später war der Triathlet wieder fit. „Aber nicht mal die Katze auf dem Campingplatz wollte die Butter“, sagt Franke und lacht. In Griechenland radelte er in den Vikos-Nationalpark, ebenfalls mit riesiger Schlucht, bevor es mit dem Zug via Innsbruck und Nürnberg nach Hause ging. Rund 3000 Kilometer standen am Ende auf Frankes Rad-Tacho.

Mit dem Trekking-Rad quer durch Europa

Für den Hennigsdorfer ein normales Urlaubspensum. Wie viele zehntausende Kilometer er in den vergangenen Jahren in Europa und Asien abgespult hat, das kann der Rentner gar nicht mehr sagen. Mit seinem Trekking-Rad gab es Trips entlang der spanischen und französischen Mittelmeerküste, durch Österreich, die Schweiz, das Baltikum. Im vergangenen Jahr radelte der Hennigsdorfer von Georgien in die türkischen Berge über Rumänien nach Bulgarien. Doch ein Nierenstein machte Franke damals einen Strich durch die Rechnung, er musste seine Tour nach „nur“ 2800 Kilometern abbrechen und mit dem Zug nach Hause fahren.

Doch mittlerweile steht der Triathlet, der seit 1994 Teil des Teams von Stahl Hennigsdorf ist, wieder voll im Saft. Dreimal die Woche fährt Norbert Franke jeweils 30 bis 40 Kilometer mit dem Rad und läuft fünf Kilometer. Dazu schwimmt er jede Woche anderthalb Stunden. Die nächste Reise hat er schon geplant. Am 7. August wird er sich in den Zug nach Stettin setzen, dann schwingt er sich aufs Trekking-Rad.

Es wartet der polnische Urwald

Eine Woche lang wird Norbert Franke den Bialowieza-Nationalpark im Urwald Ostpolens mit einer geführten Radtour erkunden. Dann will er mit dem Rad weiter in die weißrussische Stadt Grodno, und mehrere Tage lang das Land mit seinem Menschen kennenlernen. Mit Händen, Füßen und Frankes lückenhaftem Englisch werde das klappen, sagt der Rentner. Nach vier Wochen wird der 1000-Kilometer-Trip beendet sein. Am 9. September muss Franke zu Hause in Hennigsdorf sein. „Dann will auch meine Frau mal wegfahren.“ Die Gattin Ute will nach Madeira. Der Globetrotter wird dann Haus und Hof hüten.

Von Marco Paetzel

Etwa 35 Hennigsdorfer treffen sich regelmäßig, um ihre Hunde im Stadtgebiet auszuführen. Die Treffen finden meistens spontan statt und werden per Whatsapp ausgemacht. Den Hunden bringen die gemeinsamen Touren eine Menge.

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