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Hennigsdorf Hoffen auf die Bahnhofs-Sanierung
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Hoffen auf die Bahnhofs-Sanierung
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17:49 12.07.2018
Ministerin Kathrin Schneider im Gespräch mit Bürgermeister Thomas Günther und Fachdienstleiter Daniel Stenger (l.). Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

Die Farbe bröckelt von der Decke, auch das Geländer hat schon bessere Tage gesehen. „Je schöner Hennigsdorf wird, desto mehr fällt auf, dass der Bahnhof es nicht ist“, sagt Bürgermeister Thomas Günther, als er mit Verkehrsministerin Kathrin Schneider die Treppe zum S-Bahn-Steig hinaufgeht. Er hat sie eingeladen, um ihr vor Ort zu zeigen, in welchem baulichen Zustand der Bahnhof ist. Die Ministerin schaut sich auf dem Bahnsteig um, lässt den Blick über die Gleise schweifen. Auch, dass auf dem halben Bahnsteig die Überdachung fehlt, entgeht ihr nicht. Auf Bundesebene gebe es demnächst ein 1000-Bahnhöfe-Programm zur Sanierung. „Da müssen wir jetzt schauen, welche Bahnhöfe bei uns reinmüssten“, sagt Schneider. Sie habe schon im Blick, dass der Bahnhof für Hennigsdorf wichtig sei. „Die Stadt ist nach wie vor auf der Liste unserer ÖPNV-Vorhaben“, so Schneider. Allerdings werde in den nächsten beiden Jahren sicher nichts passieren, bleibt die Ministerin vage.

Auch der Tunnel-Durchstich war ein Thema. Quelle: Marco Paetzel

Dann steht die kleine Gruppe, unter anderem ist auch Daniel Stenger, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, und der SPD-Landtagsabgeordnete Detlef Baer dabei, vor dem „Bärenkäfig“. So nennen die Hennigsdorfer den stillgelegten S-Bahn-Tunnel in Richtung Bibliothek. Hier gingen einst die Stahlwerker zur Arbeit, den anderen Tunnel nutzten die Mitarbeiter des LEW. Doch der Tunnel ist seit Jahren gesperrt. Die Hennigsdorfer hoffen seit 2003, dass die Deutsche Bahn den Tunneleingang verlängert. Der 33 Meter lange Tunnel sollte um 12,50 Meter bis zur Poststraße erweitert werden. „Das würde die Durchlässigkeit erhöhen, denn Hennigsdorf ist durch den Bahndamm ja geteilt“, so Thomas Günther. Im September 2011 hatten die Stadtverordneten einem Vertragsentwurf zwischen Stadt, Land und Deutscher Bahn zugestimmt. „Wir haben auch schon 100 000 Euro in das Projekt investiert“, so der Bürgermeister.

Die Baustelle auf dem Postplatz schaute sich die Ministerin auch an. Quelle: Marco Paetzel

Doch Anfang des Jahres erfuhr die Verwaltung, dass das Projekt gefördert werden soll, allerdings auf den Realisierungszeitraum 2030 geschoben wurde. Aus dem Verkehrsministerium hieß es dazu, dass das Projekt im Zusammenhang mit der Einbindung des Prignitz-Expresses auf der Kremmener Bahn stehe und erst eine wirtschaftliche Untersuchung abgewartet werden müsse. Ende 2019 könne diese abgeschlossen sein. Außerdem will der Bund den Durchstich doch nicht unterstützen. Davon hatte das Land aber seine finanzielle Hilfe abhängig gemacht. „Dass hier nichts im nächsten Jahr passiert, ist mir klar. Aber die Frage Tunneldurchstich auf nach 2030 zu schieben, halte ich nicht für akzeptabel“, so Günther. Die Verkehrsministerin schlug vor, den Durchstich ins Stadtentwicklungskonzept einzuarbeiten. Man müsse einen Zusammenhang schaffen zwischen Mobilitätsstation, Stadtentwicklung, Wohnen und sozialen Einrichtungen wie der neuen Regenbogenförderschule und der Bibliothek. „Die Überschrift könnte dann lauten: Stärkung der Innenstadt“, so Schneider. Das Geld für den Durchstich könne dann auch aus mehreren Töpfen kommen. So habe das bei einem ähnlichen Tunnelprojekt in Cottbus funktioniert.

Von Marco Paetzel

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