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Hennigsdorf Rentner hat wieder Zoff mit der Telekom
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01:15 02.12.2018
Lothar Arndt hatte im Frühjahr plötzlich die Telefonnummer seiner Nachbarin. Nun hat er erneut Probleme mit der Telekom. Quelle: Enrico Kugler
Hennigsdorf

Wenn Lothar Arndt an die Telekom denkt, kann er nur noch mit dem Kopf schütteln. Der Hennigsdorfer Rentner war schon kurz davor, den Konzern bei der Polizei anzuzeigen. „Das ist eine einzige Lügengesellschaft“, schimpft der Rentner. Schon im Sommer gab es Zoff mit der Telekom, damals hatte Lothar Arndt plötzlich die Telefonnummer seiner Nachbarin, auch ihre Rechnungen, samt Auslandstelefonaten sollte er zahlen.

Nachdem die MAZ eingriff, ließ die Telekom von ihrer Forderung ab. Doch nun geht der Ärger von vorne los: In einem Schreiben vom 15. November wandte sich die Telekom erneut an Lothar Arndt und stellte ihm eine Rechnung über 56,64 Euro. Dort enthalten seien – neben seiner üblichen Telefonrechnung – auch sechs Euro Mahnkosten für die Monate Oktober und November. Eine Zahlungsaufforderung habe Arndt aber vorher gar nicht bekommen. Außerdem fordert die Telekom nun erneut eine Summe von 18,67 Euro. Dieses Geld habe Lothar Arndt aber bereits am 11. Juli überwiesen. „Das Geld wurde auch korrekt von meinem Konto abgebucht.“ Umso verwunderter ist Lothar Arndt, als ehemaliger Kripo-Beamter besonders akribisch, dass er nun wieder vom Konzern behelligt wird.

Nach der Netzmodernisierung ging der Ärger los

Der ganze Ärger begann am 30. Mai. Nach Netzmodernisierungsarbeiten hatte Arndt plötzlich die Nummer seiner Nachbarin Christine Kuczera (77) – und umgekehrt. Doch nachdem die Rentner die Telekom informiert hatten, dauerte es acht Tage, bis jeder seine Telefonnummer zurück hatte. Nun sollte Arndt auch die Telefonkosten seiner Nachbarin – samt regelmäßiger Telefonate mit der Schwester in Polen – übernehmen, obwohl diese die Kosten schon selbst beglichen hatte. Die Lösung schien nahe: Eine nette Telekom-Mitarbeiterin bot Arndt an statt der 69,31-Euro-Rechung für den Mai 18,67 Euro einzuzahlen, damit wären die Ungereimtheiten beseitigt. Doch schon zwei Tage später flatterte Lothar Arndt eine Rechnung von 102,17 Euro ins Haus. Darin war plötzlich auch seine März-Rechnung über 26,56 Euro, die er schon überwiesen hatte, samt besagter Mai-Rechnung von 69,31 Euro, inklusive jeweils drei Euro Mahngebühren. Nach Anfrage der MAZ bei der Telekom ließ die Gesellschaft damals von der hohen Forderung ab, schrieb Arndt rund 50 Euro gut. Doch nun fordert die Gesellschaft eben jene 18,67 Euro, die der Rentner im Juni schon überwiesen habe.

Die Telekom geht in die Offensive

Bei der Telekom sieht man die Sache ganz anders, man habe sich in diesem Fall nichts vorzuwerfen. Der Konzern erhebt sogar seinerseits Vorwürfe gegen seinen Kunden: „Aufgrund der von Herrn Arndt an den Tag gelegten Zahlungsmoral, bleibt uns rechtlich kein anderer Weg als eine Mahnung zu schreiben. Aus Datenschutzgründen können wir nicht weiter darauf eingehen“, erklärt Sprecherin Jennifer Busch auf MAZ-Anfrage. Aus Kulanz buche der Kundenservice ein letztes Mal die Restforderung aus.

Tatsächlich hat Lothar Arndt nun wieder Post von der Telekom bekommen, die Forderung sei fallengelassen worden. Er hofft nun, dass die Sache endlich erledigt ist.

Von Marco Paetzel

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