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Hennigsdorf Cartoons für den guten Zweck
Lokales Oberhavel Hennigsdorf Cartoons für den guten Zweck
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01:16 16.07.2018
Manfred Ende verkaufte beim Fest seine Cartoons für den guten Zweck. Das Geld kommt den Regenbogenschülern zugute. Quelle: Robert Roeske
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Hennigsdorf

Viele hatten befürchtet, das Sommerfest könnte in diesem Jahr ins Wasser fallen, wortwörtlich. Immerhin schüttete es in den vergangenen Tagen kräftig. „Aber nun ist es ja zum Glück doch ganz anders gekommen“, sagt Manfred Ende. Gestern stand er im Garten der IG-Metall-Geschäftsstelle in der Fontanesiedlung, um ihn herum hatten es sich die Senioren schon gemütlich gemacht. Es gab Musik, Kaffee, Kuchen. Und natürlich ganz viele Gespräche über die gemeinsame Vergangenheit am Arbeitsplatz und in der Gewerkschaft.

Rund 80 Gäste waren am Freitagnachmittag zum Fest gekommen. „Das ist eine gute Tradition, die wir schon seit zwei Jahrzehnten pflegen“, sagt der Organisator. Wichtig sei es, dass sich die Leute bei dieser Gelegenheit mal wiedersehen. „Aber natürlich ist das auch ein bisschen Werbung für uns“, sagt Manfred Ende. Die Botschaft sei, dass die Leute nicht aus der Gewerkschaft austreten müssten, nur weil sie in Rente gehen. „Denn wenn die Gewerkschaft schwächer wird, wirkt sich das nicht nur auf die Löhne, sondern auch auf die Renten aus“, sagt der 80-Jährige.

Das Geld wird nach den Sommerferien überreicht

Es wurde nicht nur gefeiert, sondern auch informiert. So beriet ein Experte die Senioren zu Rentenfragen. Am anderen Tisch spielte Gotthard Otte den Kummerkasten bei Fragen zur Arbeitslosigkeit und anderen sozialen Problemen. Organisator Manfred Ende ist Autor und Cartoonzeichner, hat auch schon im Auftrag des Eulenspiegel gearbeitet. Eine Auswahl seiner Zeichnungen verkaufte er am Rande des Festes, das Stück kostete zwei Euro. „Der Erlös geht an die Kinder der Regenbogenschule.“ Die Schule liegt direkt nebenan, und Geld werde dort immer gebraucht. „Gerade die Regenbogenschule ist ja immer sehr abhängig von Sponsoren“, sagt der IG-Metall-Mann.

Den Erlös wollen die Senioren nach den Sommerferien an die Schule übergaben. Dann wird sie sich allerdings nicht mehr in direkter Nachbarschaft befinden. Denn der Schulneubau am Hennigsdorfer Bahnhof, den der Landkreis errichten lässt, nimmt Formen an. Zum Schuljahresbeginn sollen die Kinder der Regenbogenschule umziehen.

Dann werden Manfred Ende und seine IG-Metall-Senioren neue Nachbarn bekommen. Die Stadtverwaltung will die alte Regenbogenschule zum Hort für die Kinder der Grundschule Nord ausbauen, als Ergänzung zum Hort „Nordlicht“. 113 Plätze sollen entstehen.

Von Marco Paetzel

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