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Hennigsdorf „Besser geht immer“
Lokales Oberhavel Hennigsdorf „Besser geht immer“
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01:16 16.03.2019
Thomas Grellner (l.), Geschäftsführer der Sinfonie GmbH & Co. KG, und Andreas Kammler, Mitglied der Geschäftsführung. Quelle: Nadine Bieneck
Hennigsdorf

 Will man das Geheimnis eines ausgezeichneten Arbeitgebers aufspüren, muss man dieser Tage in Hennigsdorf vorbeischauen. Dort hat die Sinfonie GmbH & Co. KG ihren Firmensitz, die vor wenigen Wochen vom unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitut Great Place to Work als „Bester Arbeitgeber in Berlin/Brandenburg“ ausgezeichnet worden ist.

Vor wenigen Wochen wurde die Sinfonie GmbH & Co. KG als Bester Arbeitgeber Berlin/Brandenburg 2019 ausgezeichnet. Quelle: Nadine Bieneck

Tätig ist das 1994 gegründete Unternehmen deutschlandweit in der IT-Branche. Es erstellt Softwarelösungen für soziale Einrichtungen, von der Jugendhilfe über Beratungsstellen bis hin zu Einrichtungen für Senioren und Behinderte. 2010 siedelte der IT-Dienstleister nach Hennigsdorf um, vornehmlich, um „nah am S-Bahn-Einzugsbereich zu sein und so noch interessanter für unsere Mitarbeiter aus Berlin zu sein“, verrät Andreas Kammler, Mitglied der Geschäftsführung.

Morgendliche Mitarbeiter-Stand-Up-Runde. Auf gute Kommunikation legt das Unternehmen großen Wert. Quelle: Alexander Plentz

Die Interessen der Angestellten – gegenwärtig arbeiten 46 Mitarbeiter, darunter dreizehn Frauen, für das Unternehmen – spielen für die Geschäftsführung eine nicht unerhebliche Rolle. Auch, weil „sich ein gutes Unternehmensklima positiv auf die Arbeitsergebnisse niederschlägt“, findet Geschäftsführer Thomas Grellner. Vor diesem Hintergrund fiel auch die Entscheidung, das Unternehmen vom Great Place to Work-Institut durchleuchten zu lassen. „Wir haben das zum ersten Mal gemacht. Unsere eigentliche Idee dahinter war, herauszufinden, wo unsere Schwächen liegen, wo wir noch an uns arbeiten und noch besser werden können“, erinnert sich Andreas Kammler. Die Ergebnisse der unabhängigen Analyse, deren Grundlage unter anderem eine ausführliche, anonyme Mitarbeiterbefragung war, schlugen dann ein wie eine Bombe: Das Hennigsdorfer Unternehmen gewann in seiner Kategorie (zehn bis 49 Mitarbeiter) den ersten Platz als bester Arbeitgeber Berlin/Brandenburg 2019 und wurde bei einer Festveranstaltung in Berlin im Februar dementsprechend zertifiziert und prämiert.

Stets präsent: Die Unternehmenswerte der Sinfonie GmbH. Quelle: Nadine Bieneck

„Das hat uns sehr überrascht, damit haben wir absolut nicht gerechnet“, erklärt Andreas Kammler. Gleichzeitig empfinde man die Auszeichnung als Bestätigung der Unternehmensphilosophie, „die wir von Anfang an gepflegt haben und leben“. So spielen die Begriffe Team, Aufrichtigkeit und Zuverlässigkeit tagtäglich eine tragende Rolle, „nicht nur unter den Kollegen im Unternehmen, sondern auch in der Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden“, sagt Thomas Grellner. “Jeder unserer Mitarbeiter trägt ein Mehr an Verantwortung, gleichzeitig ist die Arbeit von großer Wertschätzung getragen. Wir alle verbringen viel Zeit im Job – da soll es auch Spaß machen, deshalb wollen wir ein schönes Umfeld schaffen."

Auf den Erfolgen ausruhen – zuvor war die Sinfonie GmbH bereits von der Bertelsmann-Stiftung als familienfreundlicher Arbeitgeber 2017 bis 2020 zertifiziert worden – wolle man sich jedoch nicht. „Besser geht immer“, findet Andreas Kammler. "Selbst dort, wo wir sehr gut abgeschnitten haben, sehen wir immer noch Potenzial für Verbesserungen.“

Mit ihrer Unternehmensphilosophie konnten die Sinfoniker bislang auch die Fachkräfteproblematik erfolgreich umschiffen: „In der Regel finden unsere Mitarbeiter uns, wir brauchen gar nicht so sehr auf die Suche gehen“, verrät Andreas Kammler. Und das, obwohl man sich aufgrund der benötigten Kernkompetenzen für die Verwaltung sozialer Einrichtungen durchaus in direkter Konkurrenz mit allen Pflegeeinrichtungen befindet, die bekanntlich von Personalmangel geprägt sind. Auch deshalb hat die Geschäftsführung bereits die nächsten Ideen, um „unsere hohen eigenen Ansprüche weiter umzusetzen“. Ob die nächste Zertifizierung oder gar ein ganz anderes Projekt ins Haus steht, das will Andreas Kammler erst verraten, wenn „es spruchreif ist“. Und das ist ja auch irgendwie ein Qualitätsmerkmal.

Von Nadine Bieneck

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